Aus dem InhaltVorwort
Univ.-Prof. DDr. Gerald Schöpfer
Der steirische Seniorenreport
Die zukünftige Bevölkerungsentwicklung in der Steiermark und die Konsequenzen
Steirische Pflegeheime:
Der ältere Mensch und die Mobilität
Trotz Wende am Arbeitsmarkt
Geld ist nicht alles ... Ältere Flüchtlinge leiden besonders Die „ganzheitliche“ Information für Senioren
Institutionen, Initiativen, Ansprechpartner, Telefonnummern
„Altwerden in der Steiermark: Organisierte Nachbarschaftshilfe Orthopädie: Wichtiger Faktor der Altersmedizin Die Pflege älterer Menschen und Hilfe zur Selbsthilfe
Zur Lage älterer Menschen Von der Angst vor dem EURO bis zur mangelnden Nahversorgung ... Dr. Erika Horn – Pionierin der Altenarbeit in der Steiermark Dr. Rosemarie Kurz – Engagierte Verfechterin des Unruhestandes
Wohnen im Alter:
Mag. Michaela Loidl Graz ehrt Ritter von Gadolla, den Retter der Stadt Gotha
20 Jahre Karl Kummer-Institut für Sozialpolitik und Sozialreform in der Steiermark
Weltausstellung 2000 in Hannover
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Ältere Flüchtlinge leiden besondersDurch den Bürgerkrieg im ehemaligen Jugoslawien kam es zu einer Flüchtlingswelle. Die Slowenen und Kroaten kehrten bald wieder zurück, während die Bosnier dies wegen der anhaltenden Kämpfe nicht konnten. Die Lage alter Flüchtlinge in der Steiermark wurde von Mag. Edda Engelke und Mag. Gertrud Kerschbaumer vom Ludwig-Boltzmann-Institut für Kriegsfolgenforschung untersucht.Die Untersuchung ergab, dass es alte Flüchtlinge besonders schwer haben. Den Problemen am Arbeitmarkt folgen Integrationsprobleme; wer keine Arbeit findet, dem fehlt auch die Motivation für das Erlernen der Sprache. Die meisten alten Flüchtlinge sprachen nur Bosnisch, ein Teil waren Analphabeten. Während die Kinder rasch Deutsch lernten, waren die alten Menschen dabei überfordert. Um den Flüchtlingsstrom zu bewältigen, war Zusammenarbeit notwendig: Der Bogen reicht vom Landesflüchtlingsbüro, der steirischen Caritas, über private Vereine wie INTEGRA in Kapfenberg (später in Bruck/Mur), MITEINANDER in Donawitz, Hilfsforum Judenburg, Life, Isop, Omega und Zebra in Graz, bis zu den Amtsstellen der Sicherheitsdirektion, des Bundesasylamtes, der Aufenthaltsbehörden und der Fremdenpolizei. Die Unterbringung erfolgte anfangs in Großquartieren. Hier waren Säuglinge und Greise eng zusammengedrängt, später wurde die Unterbringung in privaten Wohnungen angestrebt.
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