Aus dem Inhalt
Vorwort
"Wanderzirkus" Landesausstellung: Das Team
"Ein Hochseilakt ohne Netz": Aussagen zur Landesausstellung
Schloss Eggenberg
Chip - eine wundersame Welt
Dom im Berg: Zukunft der Medienwelt
Stadtmuseum: Leben - Sterben - Denken
Joanneums-Präsident Prof. Kurt Jungwirth: Blickpunkt Kunsthaus Graz
Farbteil
In 38 Sekunden beim Uhrturm
Die Ritter erobern Rabenstein
Gauguin - Aufbruch zur Moderne
Neue Galerie: "Wahrhaftige" Schilderung der Natur
Graz 2003: Ein großes Lob aus Brüssel
Graz entdeckt seinen Stolz
Weltkulturerbe Graz
Ein Stadtfest der anderen Art
Typische Bauten aus großen Epochen
UNESCO-Urteil: "Einzigartiges Ensemble"
Vom Reiz der Vielfalt
Erfolgreiche Revitalisierungen
Schönes neues Wohnen unter dem Schloßberg
Erfolg durch Gemeinsamkeit
Das zweite Wahrzeichen der Landeshauptstadt
Quo vadis Graz?
Interviews mit führenden Stadtpolitikern
Das alles tut den Steirern gut
Landesrat Dr. Gerhard Hirschmann zur Tourismusentwicklung
Die "Heimkehr" der Rathausfiguren
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf Alpen-Adria-Frauenkongress in Graz
Mosaik
Jetzt neue Leitung für das Grazer Rote Kreuz
"Bad zur Sonne" ersteht mit neuen Funktionen
"Silveri"-Denkmal wird restauriert
Welttreffen von UNESCO-Pädagogen in Graz
Hauptplatz neu - aber wie?
quergelesen - quergelesen
Medienfabrik Graz - ein breites Angebot
Ein Festakt wie im Märchen
30 Jahre AIMS in Graz
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Erfolgreiche Revitalisierungen
Erfolg durch Gemeinsamkeit
Das palaisartige Barockhaus Hauptplatz 3, direkt neben dem Rathaus, gehört zu den wertvollsten Gebäuden der Grazer Innenstadt. Anstelle von drei Häusern ließ der Großhändler und Bankier Johann Adam Weiß um 1710 den Baublock errichten, der im Erbhuldigungswerk von Deyerlsperg (1728) mit Dachbalustrade zu sehen ist.
Bereits 1729, zwei Jahre nach dem Tod von J. A. Weiß, erfolgte der Zusammenbruch des Wechslerhauses, der Bau wurde in Form von Hausanteilen unter den Gläubigern verteilt. Bei der Häuserschätzung von 1747 zählte das Weiß'sche Haus zu den höchstbewerteten der Stadt. Daran hat sich, speziell in den letzten Jahrzehnten, vieles zum Negativen verändert. Das typische Walmdach, die Fassaden, der Durchgang mit dem kleinen Hof, das Treppenhaus, Fenster, Parkettböden, diverse Keller - fast alles war dringend sanierungsbedürftig.
So vorteilhaft Stockswerkseigentum gelegentlich sein kann, wenn es darum geht, viele Leute unter einen Hut zu bringen, kann es sich arg spießen. Schon vor vielen Jahren gab es Anläufe für eine durchgreifende Sanierung samt Lifteinbau, doch sind diese Initiativen kläglich gescheitert.
Das zweite Wahrzeichen der Landeshauptstadt
Seit kurzem grüßt der restaurierte Turm der Franziskanerkirche in alter neuer Schönheit Einheimische und Gäste. Er wurde ab 1636 über Anordnung des Kriegsministeriums erbaut und mit herrlichen Glocken ausgestattet. Obwohl sich die Franziskaner gegen Turm und Geläute wehrten, weil die Ordensregel der "Minderen Brüder" nur kleine Dachreiter für die Kirchen vorsah, setzten sich die kaiserlichen Delegierten mit Verteidigungsargumenten durch. Sosehr sich heute P. Guardian Mathias Maier nun wieder über das zweite Wahrzeichen der Stadt freut, so bewusst ist ihm die materielle Last der immer wieder notwendigen Sanierung. Er hat darüber hinaus große Pläne für eine generelle Aufwertung des Klosters.
Projekt 2000. Nach der Renovierung des Kirchturms, finanziert durch das Kulturministerium, das Land Steiermark (Revitalisierungsfonds), die Stadt Graz, die Diözese Graz-Seckau, die Steiermärkische sowie vielen großen und kleinen Spenden der Gläubigen, wird in diesem Jahr die Fassade am Franziskanerplatz renoviert, zugleich werden Dächer erneuert, da es bereits Wasserschäden gibt. Intensiv beschäftigt sich P. Mathias mit Ideen für einen neuen einladenden Klostereingang. Kosten für diese Vorhaben 3,15 Millionen Schilling.
Neugestaltung des alten Oratoriums. Das Oratorium ist der Gebetsraum der Brüder, das alte Chorgestühl soll so in die neue Ordnung integriert werden, dass die Gebetsgewohnheiten von heute berücksichtigt sind. Damit auch die Bevölkerung mitbeten kann, sind zwei Zugänge zu schaffen, einer von der Klausur, ein zweiter vom Kreuzgang. Kosten eine Million Schilling.
Kloster auf Zeit. Auf der Seite des alten Stadtgrabens befindet sich ein Trakt des Klosters, welcher so desolat ist, dass dieser für Wohnzwecke derzeit untauglich ist. Hier gibt es die Idee, einfache Zellen zu schaffen und damit Raum für Menschen, die für ein paar Tage Ruhe und Besinnung suchen. In einer Zeit der ständigen Überforderung wäre das ein wichtiger Dienst des Klosters an den von Hektik und Geschäftigkeit Gehetzten. Zukunftsforscher bezeichnen Stille und Distanz als neue Luxusgüter des 21. Jahrhunderts. Kosten etwa 6 Millionen Schilling.
| Die vollständige Fassung dieses Artikels finden Sie in der neuesten Ausgabe der
"steirischen berichte". |
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