Aus dem InhaltVorwort
Landesjägermeister DI Heinz Gach
Mag. Karl Sirowatka
Streitgespräch
Landesjägermeister DI Heinz Gach
Mag. Karl Sirowatka
Landesjägermeister DI Heinz Gach
DI Dr. Andreas Kranz
Landesjägermeister DI Heinz Gach
Landesjägermeister DI Heinz Gach
"Der Anblick"-Chefredakteur
Sigrid Schutti
Mag. Karl Sirowatka
Interview mit Johann Kölbl
Bezirksjägermeister Obersenatsrat Dr.
DI Dr. Andreas Kranz
Pfarrer Franz Raggam
DI Dr. Andreas Kranz
Ferdinand Raimund
"Der Anblick"-Chefredakteur
Mag. Michael Hlatky
Mag. Karl Sirowatka
Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Suppan
Tipps für jedermann
Prof. Max Mayr
Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Mantl
Gerald Gölles
"herbst"-Präsident Kurt Jungwirth
Prof. Max Mayr quergelesen - quergelesen - quergelesen
Prof. Max Mayr
Im Blickpunkt 2001 Echo zur Ausgabe 3-4/2000 "Graz im Aufwind"
Prof. Max Mayr Neubau der Synagoge - Dreimal 9. November
Prof. Max Mayr
Vorschau
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Raumplanung für Wildtiere
Andreas Kranz Wildtiere kommen mit den Landnutzungsinteressen der Menschen häufig in Konflikt. Dies gilt insbesondere für alle Bereiche der Landwirtschaft einschließlich der Fischerei und der Forstwirtschaft. Felder, Teiche und Wälder sind nicht bloß Lebensraum für die Wildtiere, sondern für diese durch ein vom Menschen verursachtes reiches Angebot an Nahrung besonders attraktiv.Die vom wirtschaftenden Menschen gestaltete Kulturlandschaft produziert daher oft nebenbei auch Wilddichten, die weit über jenen der Naturlandschaft liegen. Jedenfalls stehen sie häufig im Gegensatz zu den wirtschaftlichen Interessen der Menschen. Es kommt zur Konkurrenz, die als wirtschaftlicher Schaden zutage tritt. Im Fall jagdlich besonders attraktiver Wildarten wie dem Rotwild wird der durch den Lebensraum bedingte Konflikt noch durch die Jagd verstärkt. Jagd ist auch eine Landnutzungsform, in vielen Fällen auch eine Wirtschaftsform, hohe Wilddichten werden oft angestrebt. In diesem Fall wäre es daher angebrachter, nicht von einem Konflikt zwischen Wildtier und Mensch zu sprechen, sondern von einer Konkurrenzsituation zweier unterschiedlicher Landnutzungsformen des Menschen bzw. der Gesellschaft. Es gibt aber auch Landnutzungsformen, die ausschließlich einen negativen Einfluss auf die Wildtiere haben. Dies gilt für alle Formen der Infrastruktur wie Straßen, Eisenbahnen und Kanäle, aber auch für einige Formen des Tourismus. Im einen Fall kommt es zur Verinselung von Tierbeständen, die dann auch einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind, lokal zu verschwinden. Im anderen Fall bewirkt der Tourismus flächenhafte Störung, wodurch ganze Teillebensräume für das Wild entwertet werden.
Rotwild braucht PlatzSchließlich tritt die Notwendigkeit der wildökologischen Raumplanung insbesondere dort in den Vordergrund, wo Tiere mit großem Raumbedarf leben (z. B. Rotwild). Eine kleinflächige, z. B. auf die Größe von Jagdrevieren bezogene Betrachtungsweise bzw. Problemlösungsversuche sind zwangsweise zum Scheitern verurteilt. Unterschiedliche Zielwilddichten, Fütterungs- und Bejagungsstrategien, aber auch jagdlich wünschenswerte Sozialgefüge und Altersklassenaufbau der betroffenen Wildart lassen sich kleinflächig nicht verwirklichen.
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