Aus dem InhaltVorwort
Landesamtsdirektor Univ.-Prof. Dr. Gerhart Wielinger
Dr. Benita Ferrero-Waldner
Vizekanzler a. D. Dr. Erhard Busek
Landeshauptmann Waltraud Klasnic
Dr. Wolfgang Streitenberger
Stimmen aus Ost und West
Prof. Kurt Jungwirth
Univ.-Prof. Dr. Gerhart Wielinger
Landesrat DI Herbert Paierl
Mag. Michael Jungwirth
Univ.-Prof. DDr. Gerald Schöpfer
Hofrätin Dr. Elisabeth Chibidziura
Prof. Kurt Jungwirth
Anerkennung von Günter Verheugen
Univ.-Prof. Dr. Reinhard Rack
Dr. Erhard Busek quergelesen - quergelesen - quergelesen
Dr. Michael Mayer-Rieckh
Dr. Heinz Rabussay
Präsident Ök.-Rat Gerhard Wlodkowski
Dr. Heribert Schwarzbauer
Max Mayr
Willibald Richter
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Herausforderung Europa - Herausforderung Welt
Gerhart Wielinger Eine der Besonderheiten der Steiermark ist es, seit jeher ein Land der Begegnung gewesen zu sein. Daraus ergab sich jene Funktion, die mit den Worten "Brücke und Bollwerk" umschrieben wird. Die historische Erfahrung lehrt, dass dieses Land immer dann geblüht hat, wenn es seine Funktion als Brücke erfüllen konnte, also immer dann, wenn die Begegnungen zwischen Menschen aus verschiedenen Kulturen, aus verschiedenen politischen Welten friedlich gewesen sind.
Aktive NachbarschaftDie steirische Landespolitik hat daraus seit dem Zweiten Weltkrieg die Folge gezogen, dass in der Steiermark alles getan werden sollte, damit dieses Land seine Funktion als Ort der friedlichen Begegnung wahrnehmen kann. Daher hat die Steiermärkische Landesregierung von dem Zeitpunkt an, da die Umstände der Weltpolitik dies möglich gemacht haben, eine Politik der aktiven Nachbarschaft betrieben. Zunächst konnten es nur kleine Schritte sein, nur das Aufgreifen von Gelegenheiten, die sich geboten haben, die Grenze im Süden des Landes wieder durchlässig zu machen. Schon von den 60er Jahren an trugen die Bemühungen Früchte, die offiziellen Kontakte zu Teilrepubliken des damaligen Jugoslawiens, insbesondere zu Slowenien und zu Kroatien waren vom Geiste guter Nachbarschaft geprägt.
Alpen-Adria-ErfolgDie steirische Landespolitik hat aber auch schon in dieser Zeit viel getan, um den Menschen dieses Landes Begegnungen in verschiedenen Teilen der Welt zu ermöglichen, aber auch um die Steiermark zu einer Plattform für kulturellen und intellektuellen Austausch zu machen: Der Wissenschaftsförderungsfonds des Landes erleichterte die Möglichkeit zu Reisen heimischer Wissenschaftler ins Ausland und die Einladung ausländischer Wissenschaftler in die Steiermark.Ein besonders großer Erfolg für die steirische Landespolitik war die Gründung der Arbeitsgemeinschaft Alpen-Adria im Jahre 1978: Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg konnte eine institutionalisierte Begegnungsplattform zwischen Regionen aus unterschiedlichen politischen Welten geschaffen werden. Die Gründungsmitglieder Slowenien und Kroatien waren ja zu dieser Zeit Teile eines kommunistischen Staates. Die übrigen Gründungsmitglieder (neben der Steiermark waren dies Kärnten und Oberösterreich, Veneto und Friaul-Julisch-Venetien) lagen damals in einer anderen politischen Welt, Veneto und Friaul-Julisch-Venetien lagen zudem in einem NATO-Land (Bayern und Salzburg nahmen als aktive Beobachter teil).
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