Aus dem InhaltVorwort
Landesamtsdirektor Univ.-Prof. Dr. Gerhart Wielinger
Dr. Benita Ferrero-Waldner
Vizekanzler a. D. Dr. Erhard Busek
Landeshauptmann Waltraud Klasnic
Dr. Wolfgang Streitenberger
Stimmen aus Ost und West
Prof. Kurt Jungwirth
Univ.-Prof. Dr. Gerhart Wielinger
Landesrat DI Herbert Paierl
Mag. Michael Jungwirth
Univ.-Prof. DDr. Gerald Schöpfer
Hofrätin Dr. Elisabeth Chibidziura
Prof. Kurt Jungwirth
Anerkennung von Günter Verheugen
Univ.-Prof. Dr. Reinhard Rack
Dr. Erhard Busek quergelesen - quergelesen - quergelesen
Dr. Michael Mayer-Rieckh
Dr. Heinz Rabussay
Präsident Ök.-Rat Gerhard Wlodkowski
Dr. Heribert Schwarzbauer
Max Mayr
Willibald Richter
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Sprachgewinn ist Kulturgewinn
Kurt Jungwirth 28 Partnerländer "tragen" das erfolgreiche Europäische Fremdsprachenzentrum in Graz Am 8. April 1994 nahm der Europarat in Straßburg eine für Graz besonders wichtige Resolution an. Sie sah die Errichtung des Europäischen Fremdsprachenzentrums in Graz vor. Diese Initiative war von Österreich und den Niederlanden ausgegangen. Neben diesen beiden Staaten waren weitere Gründungsmitglieder Frankreich, die Schweiz, Liechtenstein, Slowenien, Griechenland und Malta. Inzwischen sind daraus 28 Partnerländer geworden, die dieses Institut finanzieren und regelmäßig Teilnehmer zu seinen Tagungen und Seminaren entsenden. Neu beigetreten sind inzwischen: Andorra, Bulgarien, Deutschland, Estland, Finnland, Island, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Mazedonien, Norwegen, Polen, Rumänien, Schweden, die Slowakei, Spanien, Tschechien, Ungarn und Zypern. Gäste aus dem Rest Europas sind willkommen.
Sprachverlust ist KulturverlustDas Institut steht unter Leitung des französischen Pädagogen Michel Lefranc. Seine Klientel sind alle Personen, die mit dem Unterricht und der Verbreitung fremder Sprachen beschäftigt sind. Es geht dabei einerseits um die großen Methodenfragen von der einfachen Alphabetisierung bis zum computergestützten Unterricht, andererseits auch um ganz spezielle Themen wie zum Beispiel die Sprachprobleme von Gastarbeitern oder den Spracherwerb von zweisprachig aufwachsenden Kindern. Sprache ist ein entscheidendes Vehikel von Kultur. Sprachgewinn ist Kulturgewinn, Sprachverlust Kulturverlust. Es gibt nicht nur in den Entwicklungsländern, sondern auch in Europa kleine Sprachen, die vom Untergang bedroht sind. So wie der Mensch in der Natur Tier- und Pflanzenarten ausrottet, bedroht er auch mit Großtechniken, Massenökonomie und Massenkommunikation Sprachen und damit Menschen und Kulturen. So wichtig große Sprachen auf dem europäischen Kontinent für weitflächige Verständigung sind, wie Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch, Russisch, so wichtig ist auch die Idee der Vielsprachigkeit, die kleinere Sprachen respektiert.Die Vielfalt der Kulturen und Sprachen ist ein Reichtum Europas. So wie in der Natur Monokultur öde ist, so ist die Überfrachtung durch platte Amerikanismen für Europa eine Fahrt in die geistige Wüste. Die Einheit in Vielfalt muss Europas Markenzeichen sein. Dieser Probleme ist man sich auch am Institut bewusst. Der Andrang ist groß, daher musste es seine Villa in der Schubertstraße aufgeben und ist in ein geräumigeres Haus am Nikolaiplatz gezogen.
Graz ist kein Zufall ...Dass Graz diese Einrichtungen an Land ziehen konnte, ist eine der großen kulturellen Leistungen der vergangenen Jahre. Sie wurde möglich durch gemeinsame politische und finanzielle Anstrengungen der Landeshauptstadt, des Landes Steiermark und der Bundesregierung. Graz als Standort ist kein Zufall. Ebenso wie für das Jahr 2003 war die geographische Position der Stadt an einer alten Trennlinie zwischen West und Ost für die Entscheidung in Straßburg bestimmend. Und so trifft sich das ganze Jahr über in diesem Haus in Graz der Kontinent Europa.
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