Aus dem InhaltVorwort
Landesamtsdirektor Univ.-Prof. Dr. Gerhart Wielinger
Dr. Benita Ferrero-Waldner
Vizekanzler a. D. Dr. Erhard Busek
Landeshauptmann Waltraud Klasnic
Dr. Wolfgang Streitenberger
Stimmen aus Ost und West
Prof. Kurt Jungwirth
Univ.-Prof. Dr. Gerhart Wielinger
Landesrat DI Herbert Paierl
Mag. Michael Jungwirth
Univ.-Prof. DDr. Gerald Schöpfer
Hofrätin Dr. Elisabeth Chibidziura
Prof. Kurt Jungwirth
Anerkennung von Günter Verheugen
Univ.-Prof. Dr. Reinhard Rack
Dr. Erhard Busek quergelesen - quergelesen - quergelesen
Dr. Michael Mayer-Rieckh
Dr. Heinz Rabussay
Präsident Ök.-Rat Gerhard Wlodkowski
Dr. Heribert Schwarzbauer
Max Mayr
Willibald Richter
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Herausforderung Welt
Gerald Schöpfer Das Wort Globalisierung ist eine Neuschöpfung der letzten Jahre. Dieses Schlagwort rückte in kürzester Zeit zu den am meisten gebrauchten Vokabeln auf. Im Jahre 1996 belegte es laut deutscher Sprach-Akademie nach den Worten Sparpaket und Währungsunion den beachtlichen dritten Platz der am häufigsten gebrauchten Modewörter.Die Fortschritte der Verkehrstechnik führten zu einer deutlichen Reduzierung der Transportkosten, dies führte gemeinsam mit dem Abbau von Handelshemmnissen zu einem Boom des Welthandels. Zugleich lassen atemberaubende Fortschritte in der Telekommunikation Raum und Zeit in Sekundenschnelle überspringen.
Die Finanzmärkte dominierenDas Geld hat sich von seiner ursprünglichen Körperlichkeit gelöst, als Computergeld ist es mobiler als jede Geldsorte zuvor. Davon profitieren vor allem jene Gruppen, die ständig über große Geldmengen disponieren können. Verbunden mit der Liberalisierung des Kapital- und Zahlungsverkehrs können damit regionale Produktions- und Arbeitsmärkte beeinflusst werden, indem große Kapitalgesellschaften schnell gigantische Summen von einem weniger chancenreichen Markt zu einem Erfolg versprechenderen transferieren.Heute beträgt der Umfang der Finanzmärkte bereits ein Vielfaches der Gütermärkte. Da aber ein Großteil der investierten Summen aus verschiedenen Pensions- und Investitionsfonds stammt, die ständig auf der Suche nach höchsten Renditen sind, ist damit aber auch das Element der Kurzfristigkeit verbunden. Wenn man noch dazu die Fülle von Möglichkeiten betrachtet, welche die weltweiten Termingeschäfte bieten (Optionen, Futures etc.), dann zeigt sich, dass die Finanzmärkte schon längst zu den Herren über die Gütermärkte geworden sind. Dadurch wird allerdings auch der spekulative Charakter der Finanzmärkte verstärkt. Verbunden mit den enger gewordenen Steuerungsmöglichkeiten nationaler Wirtschaftspolitik kann dies auch zu problematischen Entwicklungen führen, welche reale Erträge und Vermögenswerte vernichten (man denke beispielsweise an Japan, wo an sich produktive Fabriken wegen des ungünstigen Yen-Kurses schließen mussten).
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