Aus dem InhaltVorwort
Landesamtsdirektor Univ.-Prof. Dr. Gerhart Wielinger
Dr. Benita Ferrero-Waldner
Vizekanzler a. D. Dr. Erhard Busek
Landeshauptmann Waltraud Klasnic
Dr. Wolfgang Streitenberger
Stimmen aus Ost und West
Prof. Kurt Jungwirth
Univ.-Prof. Dr. Gerhart Wielinger
Landesrat DI Herbert Paierl
Mag. Michael Jungwirth
Univ.-Prof. DDr. Gerald Schöpfer
Hofrätin Dr. Elisabeth Chibidziura
Prof. Kurt Jungwirth
Anerkennung von Günter Verheugen
Univ.-Prof. Dr. Reinhard Rack
Dr. Erhard Busek quergelesen - quergelesen - quergelesen
Dr. Michael Mayer-Rieckh
Dr. Heinz Rabussay
Präsident Ök.-Rat Gerhard Wlodkowski
Dr. Heribert Schwarzbauer
Max Mayr
Willibald Richter
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Ostbotschafter suchen Kontakte zur Steiermark
Elisabeth Chibidziura Über die Mühe, mit regionaler Außenpolitik Vorreiter der europäischen Integration zu sein.
Diese Gemeinsamkeiten entdecken nun viele der in Wien akkreditierten Botschaften. Verbunden mit der Einsicht, dass sich Gesellschaften auf lokaler und regionaler Ebene viel leichter und schneller näher kommen, ersuchen die Botschaften die österreichischen Bundesländer um regionale Kooperationen und gemeinsame Projekte. Städtepartnerschaften sind schon lange ein Beispiel für diese Art der internationalen Zusammenarbeit. So hat die Steiermark auch freundschaftliche Beziehungen über den Alpen-Adria-Raum hinaus mit einigen Regionen des ehemaligen Ostens, die kulturpolitisch und historisch einst im Habsburger-Reich vereint waren, aufgenommen, wie etwa mit Lemberg (Ukraine) und den polnischen Gebieten des ehemaligen Galizien. Es gibt aber auch Kontakte mit Georgien und nach Südkorea. Die Aufgaben des Referates für regionale Außenbeziehungen liegen in der Vorbereitung der Partnerschaften und in der Projektabwicklung. Dabei kommt es manchmal zu unerwarteten Situationen. Wenn z. B. bei einem Studienaufenthalt von Ausländern an Landwirtschaftsschulen ein Schüler aus dem Osten eine Trainingsgelegenheit als Leistungssportler sucht und sich das Referat plötzlich mit dem Boxsport in der Steiermark zu beschäftigen hat. Die Besorgung von Aufenthaltsgenehmigungen oder von entsprechender Arbeitskleidung ergeben sich am Rande. Aber es ist immer wieder eine Freude, wenn sich mit Unterstützung verständnisvoller Menschen alles in Wohlgefallen auflöst und sich die Gäste in der Steiermark wohl fühlen und hochwertiges Know-how mit nach Hause nehmen. So haben sich kürzlich zwei Fachpraktikanten aus einem Balkanstaat ein Bild von unserer modernen Landesverwaltung machen können. In ihrer Heimat sind oft nur Rudimente oder im Aufbau befindliche Strukturen vorzufinden, so dass von den steirischen Experten Basisarbeit geleistet werden muss.
Vorfeldarbeit zur EU-IntegrationUnmittelbar nach dem großen politischen Auf- und Umbruch des Ostens ab Herbst 1998 war die Erwartungshaltung in diesen Ländern nicht der Realität entsprechend. Die Menschen der ehemaligen Ostblockländer vermeinten im Westen Paradiese mit unerschöpflichen Quellen des Reichtums vorzufinden. Sie erwarteten hier eine Welt, in der Milch und Honig fließen. Sie mussten also behutsam, aber bestimmt von diesen Illusionen in die Wirklichkeit zurückgeholt werden.Vor allem herrschte die Meinung vor, auch Geld müsse im Westen unbegrenzt verfügbar sein. Es könne daher wohl nicht auf einige wenige Millionen für Freunde und Partner im Osten ankommen. Die Ideen für Kooperationsprojekte waren schier unerschöpflich. Dazu gab es eine Unzahl von freundlichen Einladungen in die Ostländer. Die dort gebotene Gastfreundschaft war an Liebenswürdigkeit und Aufmerksamkeit kaum zu überbieten.
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