Aus dem InhaltVorwort
Landesamtsdirektor Univ.-Prof. Dr. Gerhart Wielinger
Dr. Benita Ferrero-Waldner
Vizekanzler a. D. Dr. Erhard Busek
Landeshauptmann Waltraud Klasnic
Dr. Wolfgang Streitenberger
Stimmen aus Ost und West
Prof. Kurt Jungwirth
Univ.-Prof. Dr. Gerhart Wielinger
Landesrat DI Herbert Paierl
Mag. Michael Jungwirth
Univ.-Prof. DDr. Gerald Schöpfer
Hofrätin Dr. Elisabeth Chibidziura
Prof. Kurt Jungwirth
Anerkennung von Günter Verheugen
Univ.-Prof. Dr. Reinhard Rack
Dr. Erhard Busek quergelesen - quergelesen - quergelesen
Dr. Michael Mayer-Rieckh
Dr. Heinz Rabussay
Präsident Ök.-Rat Gerhard Wlodkowski
Dr. Heribert Schwarzbauer
Max Mayr
Willibald Richter
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Als steirischer Abgeordneter in Brüssel
Reinhard Rack Als Mitglied des europäischen Parlaments zu arbeiten ist vor allem anderen eine politische Herausforderung der Extraklasse. Immer mehr Entscheidungen werden im gemeinsamen Europa in Brüssel getroffen, wobei Brüssel nur ein Kürzel für das europäische Machtdreieck darstellt - die Kommission, den Rat und eben das Europäische Parlament. Was diese drei europäischen Gesetzgebungsinstitutionen Woche für Woche produzieren, hat weit reichende Auswirkungen für die Mitgliedsstaaten und für die Millionen von Menschen, die dort leben. Auf unserer Agenda stehen Themen wie Zusatzstoffe in Lebensmitteln, Bekämpfung der illegalen Einreise, Verbrennung von Abfällen, Grenzregionenförderung, Hochseeschiffssicherheit, Gemeinschaftshilfe für den Balkan, soziale Absicherung für ältere Menschen, Verbrechensbekämpfung und, und, und ... Fast überall gibt es steirische Betroffenheiten. Und es ist wichtig, "unsere" Sicht der Dinge in den Entscheidungsprozess einzubringen.Für einen von 626 Abgeordneten, der die speziellen Wünsche einer von mehreren hunderten "Regionen" mit einer Bevölkerung von "nur" 1,2 Millionen bei einer EU-Gesamtbevölkerung von knapp 380 Millionen vertreten will, ist das nicht immer einfach. Es geht, man muss nur einige Grundsätze beachten: Möglichst viel in Brüssel präsent sein, in den offiziellen Sitzungen der Ausschüsse, der Fraktion und des Plenums, bei den inoffiziellen Gesprächen und Verhandlungen im Vorfeld. Den Mund aufmachen, möglichst sachkundig die eigenen Anliegen vertreten und, fast genauso wichtig, dem zuhören, was für die anderen wichtig ist.
Von der Last des Fliegens200 Sitzungstage im Jahr, die Vielfalt der Themen und die Tatsache, dass wir schon jetzt in einer Union mit elf Amtssprachen leben (mit der Erweiterung werden es noch mehr!), machen die Arbeit eines Abgeordneten in Brüssel auch zu einer logistischen Herausforderung sondergleichen. Montag bis Donnerstag in Brüssel, Freitag und das Wochenende in der Steiermark, Zwischentermine in Wien oder in Tirol, in Sussex oder in Rovaniemi, offizielle Auswärtstermine in den USA oder in Südafrika heißen im Klartext permanente Ortsveränderung. Ich freue mich schon jetzt auf Raumschiff-Enterprise-Technologien: Mit "beamen" ginge wirklich vieles einfacher! Derzeit ist allerdings meist Fliegen angesagt und das ist manchmal leichter gesagt als getan: Direktflüge nach Brüssel gibt es nicht und irgendwer scheint besonderes Augenmerk auf die schlechten Anschlüsse der Flüge von oder nach Graz gelegt zu haben; gleich, ob es über Wien, über Frankfurt oder über Zürich geht. Vom permanent überlasteten Luftraum das ganze Jahr, von den Überbuchungen im Sommer und von den Witterungsverhältnissen im Winter soll hier nicht weiter die Rede sein.
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