Aus dem InhaltVorwort
Landesamtsdirektor Univ.-Prof. Dr. Gerhart Wielinger
Dr. Benita Ferrero-Waldner
Vizekanzler a. D. Dr. Erhard Busek
Landeshauptmann Waltraud Klasnic
Dr. Wolfgang Streitenberger
Stimmen aus Ost und West
Prof. Kurt Jungwirth
Univ.-Prof. Dr. Gerhart Wielinger
Landesrat DI Herbert Paierl
Mag. Michael Jungwirth
Univ.-Prof. DDr. Gerald Schöpfer
Hofrätin Dr. Elisabeth Chibidziura
Prof. Kurt Jungwirth
Anerkennung von Günter Verheugen
Univ.-Prof. Dr. Reinhard Rack
Dr. Erhard Busek quergelesen - quergelesen - quergelesen
Dr. Michael Mayer-Rieckh
Dr. Heinz Rabussay
Präsident Ök.-Rat Gerhard Wlodkowski
Dr. Heribert Schwarzbauer
Max Mayr
Willibald Richter
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Die Expansion vor der Haustür
Michael Mayer-Rieckh Die Erweiterung der Europäischen Union um die Länder Mittel- und Osteuropas ist eine der größten Herausforderungen, der sich die Union je gestellt hat. Für die österreichische Wirtschaft ist die Erweiterung von besonderer Bedeutung, da Österreich überdurchschnittlich von der Integration der Staaten Mittel- und Osteuropas (MOEL) profitiert. Umgekehrt wird Österreich aber auch mehr als jedes andere EU-Land von den Erfolgen oder Schwierigkeiten der Erweiterung betroffen sein. Zu Recht bezeichnete der für die Erweiterung zuständige Kommissar Günter Verheugen den Erweiterungsprozess als wichtigstes politisches Ereignis für Österreich nach 1955. Über allem steht natürlich die Frage der Stabilität und des Friedenserhalts für den gesamten Kontinent.
Große Erfolge im OsthandelInfolge des Falls des Eisernen Vorhangs haben die Wirtschaftsbeziehungen in Richtung MOEL-Staaten bereits in den vergangenen Jahren stark an Potenzial gewonnen. Die Reformländer haben im österreichischen Außenhandel bereits die 2. Stelle nach dem EU-Raum eingenommen. Die großen Erfolge im Handel mit diesen Ländern haben zu großen Überschüssen in der österreichischen Handelsbilanz geführt und maßgeblich dazu beigetragen, das Defizit, das Österreich mit anderen Weltregionen hat, zu verringern. Die Ostöffnung hat somit schon bisher große Vorteile für Österreich gebracht.
Wettbewerbsvorteile durch KostenmixDie geographische Nähe der neuen Märkte ermöglichte den österreichischen Unternehmen eine "Expansion vor der Haustür". Das Interesse Österreichs an den Reformländern Osteuropas zeigt sich ganz deutlich in den Investitionen, die österreichische Unternehmen seit der Ostöffnung getätigt haben. Der Bestand der österreichischen Direktinvestitionen in diesen Ländern hat sich zwischen den Jahren 1990 und 1998 mehr als verzehnfacht, nirgendwo sonst wurde von Österreichern mehr investiert. Durch die Direktinvestitionen und damit auch die Vergrößerung von Produktionskapazitäten konnte der produzierende Sektor in Österreich Wettbewerbsvorteile gewinnen. Es wurde somit einem Trend gefolgt, den US-amerikanische Firmen in der Nutzung von Südamerika bzw. Japan im südostasiatischen Raum vorgegeben haben. Durch den Kostenmix der verschiedenen Standorte und die Auslagerung arbeitsintensiver Produktionsteile kommt es zu einer erhöhten Wettbewerbsfähigkeit.
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