Aus dem InhaltVorwort
a.o. Univ.-Prof. Dr. Helmut Kuzmics
Univ.-Prof. Dr. Peter Schick
Univ.-Prof. Dr. Dr. Gerald Schöpfer
Univ.-Prof. Mag. Dr. Rudolf Muhr
Max Mayr
Mag. Gerhard Winkler Wenn die Gewalt regiert. Dokumentarfotos Hainburger Au und Opernballdemonstration
Helga Bernhart
Dr. Horst Lattinger
Franz Küberl
Hans Küng
Dr. Andreas Schnider
Univ.-Prof. Dr. Rudolf Egger
Kurt Jungwirth
Univ.-Prof. DDr. Gerald Schöpfer
Farbteil
Univ.-Prof. Dr. Helmut Seel
Dr. Roland Steidl Landesrat Gerhard Hirschmann über Konturen der neuen Kulturpolitik. Ein Interview Landeszeughaus auf CD-ROM und Steirische Singwoche auf Schloss St. Martin
Heribert Schwarzbauer Johannes Koren über Gerhard Moswitzer
Prof. Dr. Peter Teibenbacher
Max Mayr
Max Mayr Modellgemeinde Markt Hartmannsdorf Die Mur - Fluss des Jahres 2001 Ein Bach fließt über den Tummelplatz Die Erhellung der Vergangenheit Quergelesen
Elisabeth Färber Treffpunkt Grazer Künstlerhaus Gleisdorf und Weiz stehen unter Strom
|
Sprücheklopfer
Max Mayr
Wolfgang Schüssel hat vor Journalisten in Brüssel einen führenden Bankmanager der EU eine "richtige Sau" genannt. Der Wiener Bürgermeister Michael Häupl bezeichnete im Nationalratswahlkampf 1999 die Spitzenpolitiker der ÖVP als ideenlose "Koffer". Nach Bildung der schwarz-blauen Koalition gab es Plakate und Appelle "Haider und Schüssel an die Wand!". Oppositionelle bzw. Demonstranten werden pauschal als "linke Horden", "roter Mob", "rote Brüder" oder "linke Jagdgesellschaft" denunziert. Das Wort "Widerstand", Symbol für den tapferen Kampf gegen die NS-Diktatur, den tausende mit Kerker, Folter und Tod bezahlt haben, wurde von Regierungsgegnern bzw. Demonstranten wiederholt missbraucht. Landeshauptmann Jörg Haider charakterisierte Staatspräsident Chirac als "Westentaschen-Napoleon" und Kanzler Schröder als "Koffer". Über den Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde Muzikant sagte er, "er könne nicht verstehen, wie jemand, der Ariel heißt, so viel Dreck am Stecken haben kann". Über den SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer macht sich Haider mit "Gruselbauer" lustig. Der Wiener FPÖ-Obmann Hilmar Kabas erklärte, Bundespräsident Thomas Klestil sei ein "Lump". Nach scharfer Kritik wollte er lediglich Hump oder Dump gesagt haben. Die Opposition schwingt immer wieder die "Faschismuskeule" gegen die Freiheitliche Partei. Man wirft vielen Vertretern der FPÖ auch nationalsozialistische Tendenzen vor. Der Salzburger FPÖ-Chef Karl Schnell nannte Klestil ebenfalls "Lump" und fügte hinzu, dieser Ausdruck sei für die Rolle Klestils bei der Regierungsbildung noch "zu harmlos". Klestil lässt den Staatsanwalt ausrücken, Schnell wiederholt seinen Vorwurf und entschuldigt sich nicht. SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer verlangte von der Regierung im Hinblick auf die Unfallrentenbesteuerung, das "Diebs-gut" zurückzugeben. Nationalratspräsident Heinz Fischer rügte ihn und forderte ihn auf, diese Anschuldigung zurückzunehmen, Gusenbauer reagierte nicht. Sturm-Präsident Hannes Kartnig, der mit dem Einstieg in die Politik liebäugelt, betitelte die Grazer Stadtpolitiker als "Affen". Der ehemalige Finanzminister Rudolf Edlinger schmückte sich für eine Pressekonferenz gegen die Budgetpolitik der Regierung mit einer Krawatte, die "blaue Schweine" zeigt.
|