Aus dem InhaltVorwort
a.o. Univ.-Prof. Dr. Helmut Kuzmics
Univ.-Prof. Dr. Peter Schick
Univ.-Prof. Dr. Dr. Gerald Schöpfer
Univ.-Prof. Mag. Dr. Rudolf Muhr
Max Mayr
Mag. Gerhard Winkler Wenn die Gewalt regiert. Dokumentarfotos Hainburger Au und Opernballdemonstration
Helga Bernhart
Dr. Horst Lattinger
Franz Küberl
Hans Küng
Dr. Andreas Schnider
Univ.-Prof. Dr. Rudolf Egger
Kurt Jungwirth
Univ.-Prof. DDr. Gerald Schöpfer
Farbteil
Univ.-Prof. Dr. Helmut Seel
Dr. Roland Steidl Landesrat Gerhard Hirschmann über Konturen der neuen Kulturpolitik. Ein Interview Landeszeughaus auf CD-ROM und Steirische Singwoche auf Schloss St. Martin
Heribert Schwarzbauer Johannes Koren über Gerhard Moswitzer
Prof. Dr. Peter Teibenbacher
Max Mayr
Max Mayr Modellgemeinde Markt Hartmannsdorf Die Mur - Fluss des Jahres 2001 Ein Bach fließt über den Tummelplatz Die Erhellung der Vergangenheit Quergelesen
Elisabeth Färber Treffpunkt Grazer Künstlerhaus Gleisdorf und Weiz stehen unter Strom
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Polytechnische Schule - Mutprobe oder ultimativer Frust?
Helga Bernhart
Eine reine Illusion? Am Ende ihres Besuchs fragte sich die Journalistin, wie Lehrer das denn aushalten können. Diese Frage stellte ich mir als (nunmehr im Ruhestand stehende) Lehrerin an der Polytechnischen Schule in Graz auch immer wieder, und auch diese andere: Was hatte mich eigentlich bewogen, nach zehn Jahren Tätigkeit in einer Sparkasse meinen gut bezahlten "Job" hinzuwerfen und in nicht mehr ganz jungen Jahren - unbezahlt - eine zweijährige pädagogische Ausbildung zu absolvieren, um Lehrer zu werden? War die Vorstellung, statt eines Jobs einen Beruf - eine Berufung - zu wählen, reine Illusion? Nicht ganz - nur muss man seine Wunschvorstellungen eben sehr niedrig halten und eine hohe Frustrationsschwelle haben. Vor allem muss man Realist sein. Andere Dinge im Kopf? In Polytechnischen Schulen finden sich Schüler, die möglichst schnell ihre Pflichtschulausbildung hinter sich bringen wollen, sei es, weil sie schulisch wenig erfolgreich sind, sei es, dass sie in die Lehre drängen. Der Schultypus hat einen durchaus interessanten Lehrplan, der gut auf das künftige Berufsleben ausgerichtet ist. Leider fehlt es den meisten Schülern an der nötigen Einsicht darüber. Schließlich handelt es sich um 14-Jährige mitten in der Pubertät, die andere Dinge im Kopf haben als Mathematik, Englisch oder Buchhaltung. Diese Situation ist für den Lehrer eine große Herausforderung, aber auch eine reizvolle pädagogische Aufgabe. Was ihm das Leben jedoch besonders schwer macht, ist das fehlende Feedback durch die Schüler und wohl oft auch durch die Eltern. Mit Dankbarkeit für ihren Einsatz können Lehrer ohnehin selten rechnen, vor allem dann, wenn, wie heutzutage, das Lehrerimage in der Öffentlichkeit so schlecht ist. Das hat vielleicht auch damit zu tun, dass sich die Situation in den Klassen in den letzten Jahren auf Grund von Sparmaßnahmen - höhere Schülerzahlen in den einzelnen Klassen, keine Leistungsklassen in den Hauptgegenständen, nicht genügend Beratungslehrer - wesentlich verschlechtert hat.
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