Aus dem InhaltVorwort
a.o. Univ.-Prof. Dr. Helmut Kuzmics
Univ.-Prof. Dr. Peter Schick
Univ.-Prof. Dr. Dr. Gerald Schöpfer
Univ.-Prof. Mag. Dr. Rudolf Muhr
Max Mayr
Mag. Gerhard Winkler Wenn die Gewalt regiert. Dokumentarfotos Hainburger Au und Opernballdemonstration
Helga Bernhart
Dr. Horst Lattinger
Franz Küberl
Hans Küng
Dr. Andreas Schnider
Univ.-Prof. Dr. Rudolf Egger
Kurt Jungwirth
Univ.-Prof. DDr. Gerald Schöpfer
Farbteil
Univ.-Prof. Dr. Helmut Seel
Dr. Roland Steidl Landesrat Gerhard Hirschmann über Konturen der neuen Kulturpolitik. Ein Interview Landeszeughaus auf CD-ROM und Steirische Singwoche auf Schloss St. Martin
Heribert Schwarzbauer Johannes Koren über Gerhard Moswitzer
Prof. Dr. Peter Teibenbacher
Max Mayr
Max Mayr Modellgemeinde Markt Hartmannsdorf Die Mur - Fluss des Jahres 2001 Ein Bach fließt über den Tummelplatz Die Erhellung der Vergangenheit Quergelesen
Elisabeth Färber Treffpunkt Grazer Künstlerhaus Gleisdorf und Weiz stehen unter Strom
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Schlachtfeld Straße
Gerald Schöpfer
Es erinnert an die Verwandlung von Dr. Jekyll und Mister Hyde, wie sich ganz normale, freundliche und friedliche Menschen beiderlei Geschlechts, unterschiedlichster Herkunft und Bildung, zu richtigen Monstern auswachsen können, wenn ihnen jemand den Vorrang oder gar einen Parkplatz raubt. Die obige ironische Diagnose hat aber einen todernsten Kern. Dass wir auf den Straßen einander mit regelrechter Brutalität begegnen, führt zu tragischen Ergebnissen. Jahr für Jahr sind allein in Österreich rund 1000 Verkehrstote zu beklagen. Es galt bereits als ein Erfolg, dass im Vorjahr diese Zahl erstmals wieder etwas zurückging. Man sollte sich keineswegs damit abfinden, dass der Verkehrstod bereits so alltäglich geworden ist, dass die Medien nur noch darüber berichten, wenn es sich um besonders auffallende Ereignisse wie Massenkarambolagen handelt. Aldous Huxley meinte einmal: "Technisch sind wir Übermenschen, moralisch sind wir noch nicht einmal Menschen - das ist das Hauptproblem der Gegenwart." Im Bezug auf Automobile hat er sicherlich Recht: In technisch ausgefeilten Limousinen, die zu atemberaubenden Höchstgeschwindigkeiten befähigen und die mit allen möglichen elektronischen Raffinessen ausgestattet sind, sitzen oft Lenker, deren psychischer Standard solides Steinzeitniveau hat. Es soll hier gar nicht die moralische Keule gegen alle anderen geschwungen werden. Seien wir realistisch und selbstkritisch: Wie oft fahren wir selbst unangemessen schnell und riskant - und rechtfertigen es vor dem eigenen schlechten Gewissen damit, dass wir es einfach eilig haben? Es wäre sehr schön, wenn unsere Straßen wieder das Prädikat "Schlachtfeld" verlieren könnten. Das Bewusstsein, dass die sonst so beschworenen Attribute der Höflichkeit und Mitmenschlichkeit auch auf der Straße durchaus anwendbar sind, wäre ein zentraler Beitrag zum Thema Verkehrserziehung.
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