Aus dem InhaltVorwort
a.o. Univ.-Prof. Dr. Helmut Kuzmics
Univ.-Prof. Dr. Peter Schick
Univ.-Prof. Dr. Dr. Gerald Schöpfer
Univ.-Prof. Mag. Dr. Rudolf Muhr
Max Mayr
Mag. Gerhard Winkler Wenn die Gewalt regiert. Dokumentarfotos Hainburger Au und Opernballdemonstration
Helga Bernhart
Dr. Horst Lattinger
Franz Küberl
Hans Küng
Dr. Andreas Schnider
Univ.-Prof. Dr. Rudolf Egger
Kurt Jungwirth
Univ.-Prof. DDr. Gerald Schöpfer
Farbteil
Univ.-Prof. Dr. Helmut Seel
Dr. Roland Steidl Landesrat Gerhard Hirschmann über Konturen der neuen Kulturpolitik. Ein Interview Landeszeughaus auf CD-ROM und Steirische Singwoche auf Schloss St. Martin
Heribert Schwarzbauer Johannes Koren über Gerhard Moswitzer
Prof. Dr. Peter Teibenbacher
Max Mayr
Max Mayr Modellgemeinde Markt Hartmannsdorf Die Mur - Fluss des Jahres 2001 Ein Bach fließt über den Tummelplatz Die Erhellung der Vergangenheit Quergelesen
Elisabeth Färber Treffpunkt Grazer Künstlerhaus Gleisdorf und Weiz stehen unter Strom
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Es geht um eine Lebensreform
Roland Steidl Eine der für unser Denken geläufigsten Redensarten ist das Wort: "Geld regiert die Welt." Es scheint eine beinahe selbstverständliche Erkenntnis zu sein, die uns zumeist mit einem resignativen Seufzer über die Lippen geht. Doch stimmt sie überhaupt - diese Erkenntnis?Stimmte sie je - stimmt sie heute in der Zeit des technisch-ökonomischen Totalitarismus? Nein, sie stimmt nicht. Ich halte dagegen, dass trotz allem das Thema Beziehungen die Welt regiert, unsere Sehnsucht nach Liebe und geliebtwerden und unser Scheitern, unser Versagen und unser Irren im Kontext Liebe. Und Geld ist nur deshalb so sehr zum scheinbar beherrschenden Thema geworden, weil die Konsummöglichkeiten, die es schafft, Ersatz für erlebte und gelebte Beziehung in einer immer liebloser werdenden Gesellschaft zu bieten versuchen. Die Frage, ob wir einen Weg in eine lebenswerte Zukunft finden, wird sich deshalb vor allem in der Familie entscheiden. Oder noch schärfer: sie wird sich primär an der Qualität der Beziehung von Mann und Frau entscheiden. Denn Mann und Frau - das ist das irdische Urgestein, die Urpolarität des menschlichen Beziehungslebens schlechthin. Die Beziehung mit der größten Weite und Tiefe, mit der größtmöglichen Intensität. Kann hier wirklich Begegnung, Verbundenheit, Liebe, Harmonie erwachsen? Wenn ja, so strahlt es positiv aus, allererst auf die Kinder. Wenn nein, ... Wir wissen - oder könnten wissen -, dass die Familie in unserer Gesellschaft unter Druck steht, weil sie im Grunde weit gehend überfordert ist. Die Nachteile der technisch-ökonomischen Dynamik werden eindeutig privatisiert; sie gehen zulasten der Familien. Deshalb macht es wenig Sinn, steigende Scheidungsraten zu beklagen. Die höher werdenden Erwartungen an Mobilität, Flexibilität, Professionalität, Selbstverwirklichung, Erziehungsqualität, Lebensqualität - alles sollen Mann und Frau mit ein oder zwei Kindern in zugleich wachsender Isolation bewältigen! Schlicht verrückt! Von lebenswerter Zukunft zu sprechen macht deshalb nur Sinn, wenn wir persönlich und gesellschaftlich das Beziehungs- und Spannungsfeld Mann-Frau-Familie engagiert bearbeiten. Engagiert und nicht halbherzig! Es geht nicht um ein paar Steuererleichterungen und Hortplätze mehr. Es geht im Grunde um eine Lebens- und Wertereform in unserer Gesellschaft, die den elementaren Beziehungsfeldern den Platz und die Möglichkeiten einräumt, die sie tatsächlich brauchen.
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