Aus dem Inhalt

"geladen": Farbreportagen zu verschiedenen Themen der Landesausstellung in Weiz und Gleisdorf

Vorwort

Was man unbedingt wissen soll

Ein Quantensprung ist gelungen
Interview mit Kulturhofrat Dr. Manfred Glawogger

Enge Zusammenarbeit über Grenzen hinweg.
Interviews mit den Bürgermeistern Helmut Kienreich und Christoph Stark

Univ. Prof. DDr. Gerald Schöpfer
Eine Schau voller Energie

Dr. Robert F. Hausmann
Gestern - heute - morgen...

Ein reiches Angebot
(Ausflüge und Reiseziele)

Gib Biosprit in deinen Tank

Andrea Sailer
Gedanken zum "Spirituellen Weg" in Weiz

Foto-Essay von Prinz Friedrich von und zu Liechtenstein mit Sehenswürdigkeiten aus der Region

Prof. Max Mayr
Popmusik und Blaulicht

Sonja Rinofner-Kreidl
"Science Week" lockte mit Denkraum - Stadtraum

Präsident Prof. Kurt Jungwirth
Joanneum auf neuen Wegen

Helmer & Fellner wandern durch Europa

Intendant Wolfgang Lorenz
Eine Liebeserklärung an Graz

Zur Zukunft der Grazer Kulturpolitik
Interview mit Kulturstadtrat Siegfried Nagl

Grazer Wasserlauf und Murenquete
Interview mit DI Bruno Saurer

quergelesen - quergelesen

Diverse Kulturveranstaltungen

Wartinger-Medaillen verliehen
Junge Steirer erforschen Landesgeschichte

Aviso: Die "steirischen berichte" werden zum Jahresende 50

Graz und Groß St. Florian bieten "Russische Bilder der Ewigkeit"

Prof. Max Mayr
Die Basilika von Mariazell erblüht

Neue Galerie im Schloß Eggenberg
Von Waldmüller bis Schiele

Enge Zusammenarbeit über Grenzen hinweg

Interviews mit den Bürgermeistern Helmut Kienreich und Christoph Stark

steirische berichte Bürgermeister Hans Kienreich, Weiz Bürgermeister Christoph Stark, Gleisdorf
Schon in den ersten Wochen der Landesausstellung "energie" gibt es einen starken Besucherstrom. Wie erklären Sie sich das große Interesse an dieser doch eher schwierigen Thematik? Das Thema Energie ist in unserer Region nicht aufgesetzt, sondern seit Jahrhunderten verankert. Die Menschen der Region identifizieren sich mit der Landesausstellung und haben sich seit mehreren Jahren darauf vorbereitet. Die Ausstellung selbst ist gut aufbereitet und erlebnisorientiert gestaltet. Zusätzlich finden in der Region 250 Veranstaltungen statt. Energie ist ein Thema, das auf Grund der bestehenden Energiepreise und der weltweit beschränkt vorhandenen Ressourcen an niemandem vorübergeht. Abgesehen davon spielt meiner Ansicht nach die Haltung der Menschen in der Energieregion zu diesem Thema eine besondere Rolle. Erneuerbare Energie ist im Regionsbewusstsein verankert.
Abgesehen von weiteren möglichen Hintergründen freut es mich natürlich, dass die heurige Landesausstellung in Weiz und Gleisdorf auf dem besten Weg zu einem herzeigbaren Erfolg ist.
Zum Unterschied von der Landesausstellung 2000 in Graz, die über 200 Millionen Schilling verschlungen hat und dennoch ein Flop wurde, stehen für Weiz und Gleisdorf nur 55 Millionen Schilling Landesmittel zur Verfügung. Wie finden Sie damit das Auslangen? Die 55 Millionen Schilling stehen ausschließlich der Gestaltung der Landesausstellung zur Verfügung. Die Städte Weiz und Gleisdorf erhalten keine Unterstützung für die zur Verfügung gestellten Baulichkeiten. Im Gegenteil, beide bringen noch Millionen für zusätzliche Projekte auf. In Weiz sind dies der Funergypark, ein großer Spiel- und Erlebnispark für Kinder und Erwachsene, das Geminihaus, ein Haus, welches mehr Energie produziert als es verbraucht sowie der Spirituelle Weg, ein moderner Wallfahrtsweg mit sieben Stationen, von der Tabor- zur Weizbergkirche. Ich bin der Meinung, dass hier noch nicht das letzte Wort gesprochen sein kann und die Städte für ihre Bemühungen noch zusätzlich finanziell unterstützt werden. Die Stadt Gleisdorf findet mit 55 Millionen überhaupt kein Auslangen. Doch im Unterschied zu früheren Landesausstellungen bezieht sich dieses Budget ausschließlich auf den Betrieb der Ausstellung. Alle anderen notwendigen Leistungen rund um die Ausstellung wurden von der Stadt Gleisdorf aus eigener Kraft erbracht, worauf ich wirklich stolz bin.
Es ist erfreulich, dass es in allen 18 Gemeinden der "energie"-Region Schwerpunktveranstaltungen gibt, die auch Ausflügler anziehen. Wie ist es gelungen, so viel schöpferisches Potenzial zu wecken? Seit dem Jahr 1994 bemühen sich die Gemeinden der Energieregion gemeinsame Wege zu gehen. 1996 wurde der Regionale Entwicklungsverband der Energieregion Weiz - Gleisdorf offiziell gegründet. Die über Gemeinde- und Parteigrenzen hinweg stattfindende Zusammenarbeit sowie das Wissen, dass die Landesausstellung für die Bereiche Wirtschaft, Tourismus und Kultur ein Erfolg werden kann, hat viele Menschen animiert, sich persönlich einzubringen und für diese gemeinsame Sache einzusetzen. Die 18 Gemeinden des Regionalen Entwicklungsverbandes (besser bekannt unter dem Titel "Energieregion Weiz - Gleisdorf") haben sehr früh erkannt, dass eine Ausstellung alleine noch kein Garant dafür ist, dass viele Menschen die Ausstellung und damit die Region besuchen werden. Logische Schlussfolgerung: Die Landesausstellung muss zu einem touristischen Ereignis erhoben werden, das dem Besucher das gewisse "Mehr" bietet. Spannend für mich war die spürbare emotionelle Entwicklung in der Region rund um die Vorbereitungsarbeiten. Die REV-Gemeinden sind dabei zusammengewachsen und haben an einem Strang gezogen.

Die vollständige Fassung dieses Interviews finden Sie in der neuesten Ausgabe der "steirischen berichte".


"steirische berichte" 3/2001: energie geladen