Aus dem Inhalt

"geladen": Farbreportagen zu verschiedenen Themen der Landesausstellung in Weiz und Gleisdorf

Vorwort

Was man unbedingt wissen soll

Ein Quantensprung ist gelungen
Interview mit Kulturhofrat Dr. Manfred Glawogger

Enge Zusammenarbeit über Grenzen hinweg.
Interviews mit den Bürgermeistern Helmut Kienreich und Christoph Stark

Univ. Prof. DDr. Gerald Schöpfer
Eine Schau voller Energie

Dr. Robert F. Hausmann
Gestern - heute - morgen...

Ein reiches Angebot
(Ausflüge und Reiseziele)

Gib Biosprit in deinen Tank

Andrea Sailer
Gedanken zum "Spirituellen Weg" in Weiz

Foto-Essay von Prinz Friedrich von und zu Liechtenstein mit Sehenswürdigkeiten aus der Region

Prof. Max Mayr
Popmusik und Blaulicht

Sonja Rinofner-Kreidl
"Science Week" lockte mit Denkraum - Stadtraum

Präsident Prof. Kurt Jungwirth
Joanneum auf neuen Wegen

Helmer & Fellner wandern durch Europa

Intendant Wolfgang Lorenz
Eine Liebeserklärung an Graz

Zur Zukunft der Grazer Kulturpolitik
Interview mit Kulturstadtrat Siegfried Nagl

Grazer Wasserlauf und Murenquete
Interview mit DI Bruno Saurer

quergelesen - quergelesen

Diverse Kulturveranstaltungen

Wartinger-Medaillen verliehen
Junge Steirer erforschen Landesgeschichte

Aviso: Die "steirischen berichte" werden zum Jahresende 50

Graz und Groß St. Florian bieten "Russische Bilder der Ewigkeit"

Prof. Max Mayr
Die Basilika von Mariazell erblüht

Neue Galerie im Schloß Eggenberg
Von Waldmüller bis Schiele

Grazer Wasserlauf und Murenquete

Die UNO hat 1992 in einer Resolution den 22. März zum "Weltwassertag" erklärt. Alle Staaten wurden aufgefordert, an diesem Tag konkrete Aktivitäten zu unternehmen, um das allgemeine Bewusstsein für die Bedeutung des Trinkwassers zu fördern. In der Steiermark gibt es seit 1994 Veranstaltungen, von der ersten Wasserverkostung auf dem Grazer Hauptplatz bis zum "Wasserlauf" auf dem Tummelplatz, der mit 140.000 Interessenten einen Rekordbesuch verzeichnete. Wir haben den Vorstand der Fachabteilung Wasserwirtschaft DI Bruno Saurer um ein Interview gebeten.

steirische berichte: Sie haben anlässlich des Weltwassertages und der Proklamation der Mur zum "Fluss des Jahres 2001" eine ganze Reihe origineller Initiativen gesetzt. Das meiste Aufsehen erregte der "Wasserlauf" auf dem Tummelplatz. Wie viele Besucher gab es? Wie waren die Reaktionen der Schüler bzw. der Jugend? Werden ähnliche Ausstellungen folgen? Der "Wasserlauf" auf dem Tummelplatz, der sechs Wochen zu sehen war, war ein nicht erwarteter riesiger Erfolg. Unseren Recherchen zufolge besuchten rd. 140.000 Personen aus dem In- und Ausland diese Attraktion. Wie aus den aufgelegten Gästebüchern zu entnehmen ist, galt die einzige Kritik der zu kurzen Ausstellungszeit. Die unterschiedlichsten Reaktionen aus allen Altersgruppen haben den hohen Einsatz, vor allem den Idealismus aller Veranstalter gerechtfertigt. Im Gästebuch finden sich zahlreiche Zeichnungen und Eintragungen von begeisterten Schülern.
Eine derartige Ausstellung ist in Hinkunft kaum zu überbieten, so dass wir uns im nächsten Jahr wahrscheinlich mit einem kleineren Projekt zum Weltwassertag zufrieden geben müssen. Nichtsdestotrotz werden wir uns aber bemühen, Ideen zu sammeln und auch weitere Partner zu finden, denn das Thema Wasser spricht, wie wir gesehen haben, alle Menschen an.
steirische berichte: An der Murenquete für den Abschnitt südlich von Graz bis zur Staatsgrenze haben führende Experten aus Wien und der Steiermark am 17. Mai jüngste Erfahrungen dargelegt. Dabei mangelte es nicht an heißen Diskussionen über spezielle Probleme bei Kraftwerken, wie Grundwasser, Verlandung oder Fischaufstieg. Die Mur weist seit ihrer Sanierung wieder einen großen Fischreichtum auf. Was müssen Kraftwerksplaner bzw. -betreiber tun, um den Erkenntnissen der Fischökologie zu entsprechen? Aus der Sicht der Fischökologie wäre es am besten, wenn keine weiteren Wasserkraftwerke gebaut würden. Da dies aber nicht überall möglich ist, soll getrachtet werden, nicht Ausleitungskraftwerke (unweit des Flusses), sondern nur Laufkraftwerke (im Fluss) zu errichten. Es ist ein erklärtes Ziel der Wasserwirtschaft, des Naturschutzes und der Wasserrechtsbehörde, auch jene Stauanlagen an der Mur mit Fischaufstiegshilfen auszustatten, die nach wie vor das Fließgewässerkontinuum unterbrechen.
steirische berichte: Die Grenzmur zwischen Spielfeld und Bad Radkersburg bereitet wegen der kontinuierlichen Eintiefung besondere Sorge. Kann hier die Zusammenarbeit mit Slowenien nützlich sein? Ohne die Zusammenarbeit mit unserem Nachbarstaat Slowenien wäre eine Sanierung der Grenzstrecke zwischen Spielfeld und Bad Radkersburg nicht möglich. Zur Erarbeitung von Lösungsansätzen, speziell gegen die Eintiefung der Mursohle, wird zurzeit ein schutzwasserwirtschaftliches Grundsatzkonzept mit den slowenischen Kollegen erstellt.
Hier geht es in erster Linie darum, der Mur wiederum die Möglichkeit einer dynamischen Entwicklung zurückzugeben. Nach dem derzeitigen Bearbeitungsstand wird zur Lösung der Eintiefungstendenz vorgeschlagen, mit Aufweitungen an geeigneten Stellen dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Damit soll nicht nur der Grundwasserspiegel längerfristig wieder gehoben und stabilisiert, sondern auch die Audynamik verbessert werden.
Ein großer Erfolg an der Grenzmur ist mit der Dotation des Mureck-Radkersburger Mühlbaches gelungen.
Die vollständige Fassung dieses Interviews finden Sie in der neuesten Ausgabe der "steirischen berichte".


"steirische berichte" 3/2001: energie geladen