Aus dem Inhalt
Vorwort
Univ.-Prof. Dr. Walter Pieringer Vom Sammler zum Jäger
Univ.-Prof. DDr. Gerald Schöpfer Das Sammeln
Gesammelte Einsichten: Sammler berichten über ihre Leidenschaft
Dr. Odo Burböck Sammeln als Profession
Hermann Härtel: Das Volksliedwerk hat sich ...
Dr. Heribert Schwarzbauer Steirische Bildnisse: Sepp Steurer
Dr. Heribert Schwarzbauer Der gute Geist aus Taiwan: Lin Wen Teh
Prof. Max Mayr Prof. Franz Weiß: Der Heiligen- und Blumenmaler
quergelesen
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Sammeln als Profession
Odo Burböck
Dies soll eine nicht immer streng wissenschaftliche Betrachtung über das berufsmäßige Sammeln in einem Museum sein, ausgehend von
persönlichen Erfahrungen nach 30 Jahren als Kustos der Münzensammlung des Joanneums.
Lustvolle Begeisterung für ein Wissensgebiet, für eine bestimmte Gruppe von Objekten aus der Natur oder aus den
Erzeugnissen des Menschengeschlechtes, aus welchem Antrieb immer, führt zum Kollektivieren, zum gezielten Zusammentragen der ausgewählten
Objekte. Dazu kommt das Erleben des Sammlererfolges und durchaus verständlich menschlicher Besitzerstolz.
Die Frage ist also, wie unterscheidet sich das private und das professionelle Sammlertum?
Gerade in den letzten Jahren ist sehr viel über das Phänomen Sammeln geschrieben und auch gerätselt worden. Klarer
und systematischer untersucht wurde die spezielle Form des Sammelns in den klassischen Institutionen Museum und Archiv. Die Vorreiterrolle
meines ehemaligen Direktors Friedrich Waidacher in dieser Systematik wird einem jedes Mal stärker und Respekt abringend bewusst, wenn man
sein Handbuch der allgemeinen Museologie aufschlägt. Und jeder professionelle Sammlungsbeauftragte tut sicher gut daran, diese Systematik
öfter aufzuschlagen.
Neben dieser museologischen Betrachtungsweise gibt es historische, kunsttheoretische, soziologische, psychologische
und philosophische Untersuchungen über Sammeln und Sammler. Stets und in allen Betrachtungen kommt der Schluss, dass das initiale Moment für
das Anlegen einer Sammlung immer von einem Einzelnen, von einem Individuum ausgeht, nicht zur Bevorratung, sondern als "Speicher des
Gedächtnisses".
| Die vollständige Fassung dieses Artikels finden Sie in der neuesten Ausgabe der
"steirischen berichte". |
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