Aus dem Inhalt

Vorwort

Univ.-Prof. Dr. Walter Pieringer
Vom Sammler zum Jäger

Univ.-Prof. DDr. Gerald Schöpfer
Das Sammeln

Gesammelte Einsichten:
Sammler berichten über ihre Leidenschaft

Dr. Odo Burböck
Sammeln als Profession

Hermann Härtel: Das Volksliedwerk hat sich ...

Dr. Heribert Schwarzbauer
Steirische Bildnisse: Sepp Steurer

Dr. Heribert Schwarzbauer
Der gute Geist aus Taiwan: Lin Wen Teh

Prof. Max Mayr
Prof. Franz Weiß: Der Heiligen- und Blumenmaler

quergelesen

Steirische Bildnisse: Sepp Steurer

Heribert Schwarzbauer

Zu seinem 70. Geburtstag, den er am 18. Februar 2001 beging, machte sich der Grazer Maler Sepp Steurer selbst das dem Anlass angemessenste Geschenk: eine ansehnliche Künstlermonographie, in der sein vielfältiges Schaffen bilderreich dokumentiert und sachkundig erläutert wird. Da ich Sepp Steurer und seine "bessere Hälfte" Josefa seit langem als grundsätzlich wohlmeinende und fröhliche Menschen, aber auch als zuverlässig treue Freunde kenne und hoch schätze, kam ich der Bitte des angehenden Jubilars um eine fundierte Gesamtwürdigung seiner bisherigen Lebensleistung sehr gern nach; dass auch Freundestexte von Werner Augustiner, Adolf Anton Osterider, August Plocek und Franz Weiß in den Band aufgenommen werden sollten, freute mich gleichfalls aufrichtig. So vereinte sich mein Essay über Sepp Steurer als "Meister eines anschaulichen Weltbildes" mit den Stimmen von praktizierenden Künstlerkollegen mit Franz Weiß als dem gewiss bedeutsamsten Leitbild: diesem zutiefst heimatverbundenen weststeirischen "Heiligenmaler", der zahlreiche Kapellen, Bildstöcke und Grabstätten unverkennbar ausgestaltet hat, geht Sepp Steurer immer wieder hilfreich an die Hand, wenn das Ausmaß der Arbeiten die Kräfte eines Einzelnen überfordern würde.
    Obwohl Sepp Steurer in Ternitz geboren wurde, legt er großen Wert darauf, nicht als Niederösterreicher, sondern als - gleichsam "waschechter" - Steirer betrachtet zu werden: er lebt nämlich seit dem Kriegsende in Graz, wo er als Schüler von Otto Brunner und Rudolf Szyszkowitz 1950 die Kunstgewerbeschule absolvierte. Da er sich ein Weiterstudium an der Wiener Akademie nicht leisten konnte, verbrachte er das folgende Jahrzehnt mit Beschäftigungen als Kulissenmaler, Werbegraphiker, Auslagenarrangeur, Zeichenlehrer und Erzieher, bis er 1960 als Verwaltungsbeamter in den Bundesdienst eintreten konnte, den er bis zu seiner Pensionierung 1991 ausübte.

Die vollständige Fassung dieses Artikels finden Sie in der neuesten Ausgabe der "steirischen berichte".


"steirische berichte" 4/2001: Sammeln: eine Leidenschaft, die Freud' und Leiden schafft