Aus dem Inhalt
Vorwort
Univ.-Prof. Dr. Walter Pieringer Vom Sammler zum Jäger
Univ.-Prof. DDr. Gerald Schöpfer Das Sammeln
Gesammelte Einsichten: Sammler berichten über ihre Leidenschaft
Dr. Odo Burböck Sammeln als Profession
Hermann Härtel: Das Volksliedwerk hat sich ...
Dr. Heribert Schwarzbauer Steirische Bildnisse: Sepp Steurer
Dr. Heribert Schwarzbauer Der gute Geist aus Taiwan: Lin Wen Teh
Prof. Max Mayr Prof. Franz Weiß: Der Heiligen- und Blumenmaler
quergelesen
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Prof. Franz Weiß: Der Heiligen- und Blumenmaler ist 80
Max Mayr
Dieser Titel trifft nicht das ganze Lebenswerk des Akad. Malers Prof. Franz Weiß, er verweist aber auf die Lieblingsmotive seiner Kunst. Wer mit offenen Augen im Steirerland unterwegs ist, erlebt an vielen Orten auf Marterln, Kirchen und Kapellen seine religiöse Bilderwelt.
Franz Weiß ist als fünftes von sieben Kindern von Vinzenz und Anna Weiß im Hause Tregistgraben 5, unweit Voitsberg, zur Welt gekommen. Nach der Volksschule war er Hirte und Milchträger. Ab 1938 besuchte er die Kunstklasse bei Bildhauer Alfred Gösser in Graz, von 1940 bis 1945 musste er Militärdienst leisten. Im Herbst 1945 trat er in die Meisterklasse für Malerei bei Prof. Rudolf Szyszkowitz ein. Nach weiteren Studien bei Prof. Paris-Gütersloh erwarb er das Diplom Akademischer Maler. Einer seiner Studienkollegen war Friedensreich Hundertwasser, mit dem er sich sehr gut verstand.
Wieder zu Hause, ging er seinen charakteristischen Weg, der hier mit einigen Beispielen skizziert sein soll.
- Im Volkskundemuseum hängen acht vortreffliche Rötelzeichnungen zum Zyklus "Unser tägliches Brot".
- Für die Kirche in Glojach schuf Franz Weiß Christus den Pantokrator.
- Leuchtstarke Farbglasfenster finden sich u. a. in der Pfarrkirche Halbenrain und in der Hauptschule Semriach.
- Die moderne bäuerliche Welt hat der Meister in der Fachschule Hatzendorf bei Fehring überzeugend dargestellt.
- Im Kontakt mit Hofrat Wilhelm Kahlbacher setzte Weiß für das Volksbildungsheim St. Martin diverse künstlerische Akzente.
- Seine Kriegerdenkmäler in Bärnbach, Voitsberg, Aibl und Graden sind eine Anklage gegen den Krieg.
- Die Kupfer-Email-Arbeiten für die Kirchentore in Wenigzell, Eibiswald und Groß St. Florian weisen den Künstler als engagierten Bildhauer aus.
- Zahlreiche überzeugende Holzschnitte sind derzeit im Österreichischen Freilichtmuseum ausgestellt.
- Blumen und Früchte auf Hinterglas gehören zu den reifsten Leistungen von Franz Weiß.
- Die Tregist-Kapelle, nahe des Domizils des Künstlers, ist ein gewaltiger Hymnus an Maria und viele Heilige.
- Das Grabmal für Hanns Koren in St. Bartholomä gehört in die Reihe bester Friedhofskunst.
- Für die von Hundertwasser ausgestaltete (aufgewertete!) Barbarakirche in Bärnbach schuf Franz Weiß Tabernakeltüren und die Nische für das Evangeliar.
- Seit Jahren wird das Grazer Rathaus zur Frohnleichnamsprozession mit dem großen Christusbild des Künstlers geschmückt.
Zahlreiche Werke des Vielseitigen sind in Büchern dokumentiert. Sein Freund Dr. Ernst Lasnik hat bei der Styria eine Monographie und das "Holzschnitzwerk" herausgebracht. Die ADEVA Graz druckte das "Hinterglasbilder-Buch" und wird noch heuer den Band "50 Jahre Aquarell" präsentieren. Das fundierte Vorwort stammt vom "Aquarellpapst" Dr. Walter Koschatzky.
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