Steirische Apfelbauern erobern Europa
Interview mit Obstbaudirektor Wolfgang Mazelle
![]() Der tägliche Apfel erhält gesund. Obstbaudirektor Dr. Wolfgang Mazelle und Dr. Maria Leßlhummer lassen sich die Spitzensorte "Golden Delicious" gut schmecken. |
Obstbaudirektor Mazelle: Mit dem Beitritt Österreich zur Europäischen Union sind zwar die Schutzmechanismen für den heimischen Markt gefallen, umgekehrt wurde der Zugang zum EU-Markt möglich. Mit der Gründung der Obsterzeugerorganisation Steiermark GmbH. wurden die organisatorischen Grundlagen für eine gemeinschaftliche Vermarktung geschaffen und mit einer konsequenten Qualitätspolitik neue Märkte erobert; geliefert wird in viele EU-Staaten, von Skandinavien im Norden Europas bis Griechenland und Spanien. Auch der ost- und südosteuropäische Markt ist von Bedeutung.
Trotz des harten Wettbewerbes und dem daraus resultierenden Preisdruck ist Deutschland weiterhin ein wichtiger Absatzmarkt.
steirische berichte: Sie waren kürzlich in London, um die starke Achse des Apfelexports nach Großbritannien weiter zu festigen. Warum ist unser Tafelobst dort besonders begehrt?
Obstbaudirektor Mazelle: Der englische Apfelmarkt stellt höchste Anforderungen an die Qualität und die Sicherheit des Produktes; die Einkaufspolitik der dortigen Agenturen wird getragen von der Philosophie, das beste Produkt aus aller Welt zur richtigen Zeit dem Verbraucher anbieten zu wollen. Diese Arbeit wird durch englische Kontrollore vor Ort exakt überwacht; nur Ware, welche diese hohen Anforderungen erfüllt, macht sich von unseren Packhäusern aus auf den Weg nach England.
| Die vollständige Fassung dieses Artikels finden Sie in der neuesten Ausgabe der "steirischen berichte". |
| Dr. Wolfgang Mazelle ist Obstbaudirektor der Landeskammer für Land- und Forstwirtschaft Steiermark. |