Voll im Trend - Bauen mit Holz
Georg Doppelhofer
Kein Bundesland ist mehr mit dem Werkstoff Holz verbunden als die Steiermark. Immerhin sind 8.530 km2 oder mehr als 54,8% der Fläche unseres Bundeslandes von Wäldern bedeckt. Kein Wunder, dass die Steiermark stets als "Grüne Mark" tituliert wird.
Holz ist heute mehr denn je gefragt. Ob Vollholzmöbel, Holzspielzeug, die Vertäfelung in der Bauernstub'n, Holz gehört zu den beliebtesten und universellst einsetzbaren Materialien. Und auch beim Bauen ist Holz immer öfter ein gefragter Rohstoff. Fand es sich früher vor allem bei Almhütten und Gartenhäusern, so erweiterte sich diese Palette ab den 80er Jahren massiv. Das Holzhaus wurde immer beliebter. Nicht zuletzt durch neue innovative Kombinationen mit Glas, Stahl bis hin zum Beton erlangte dieser Werkstoff neue, ungeahnte Möglichkeiten. Diesem Trend folgend gründeten die steirischen Zimmerleute Ende der 90er Jahre das Steirische Holzbau-Marketing. Und auch der steirische Holzbaupreis, der ganz unter der Ägide der Raiffeisenlandesbank Steiermark steht und 1999 erstmals verliehen wurde, hat wesentlich dazu beigetragen das Thema Holz weiter zu forcieren und in einer breiten Öffentlichkeit zu verankern.
Zwölf Projekte ausgezeichnet
Zum steirischen Holzbaupreis 2001 stellten sich 83 Arbeiten einer aus sechs Experten bestehenden Jury unter Vorsitz des Architekten Dipl.-Ing. Hermann Kaufmann aus Dornbirn. Zwölf Projekte wurden schließlich ausgezeichnet. Die Kategorien reichten vom Mehrfamilienhaus über öffentliche Gebäude und Einfamilienhäuser bis hin zur "sonstigen Holzbaukunst". Dass die Steiermark ein höchst kreatives Land ist, wurde dabei einmal mehr deutlich. Als Beispiel sei nur die "Gestüthofbrücke" in Laßnitz bei Murau erwähnt. In Zeiten, in denen auf den Euroscheinen Brücken als Völker verbindende Bauten abgebildet sind, zeigt gerade diese steirische Brücke, dass Holz eben nicht nur auf den Hausbau beschränkt ist. Die "Gestüthofbrücke" besticht dabei nicht nur durch ihr Materialien-Ensemble aus Holz und Stahl, sie gliedert sich nicht zuletzt auf Grund ihres Materials elegant in ihre Umgebung ein.
| Die vollständige Fassung dieses Artikels finden Sie in der neuesten Ausgabe der "steirischen berichte". |