Geramb-Dankzeichen für "Gutes Bauen" 2001

Das Geramb-Dankzeichen für "Gutes Bauen", eine Auszeichnung, die erstmals im Erzherzog-Johann-Jahr 1959 verliehen wurde und ab 1981 vom Verein für Heimatschutz in Steiermark wieder vergeben wird, erhielten für 2001 elf Objekte. Für die Jury, unter Vorsitz von HR DI Karl Glawischnig, war es nicht leicht, aus den 67 Bewerbungen die besten Lösungen zu finden. Hier in Kurzform die Bewertungen:

Wohnhaus Dr. W., Bad Aussee, Arch. DI Josef Hohensinn, Graz. Ein konsequent ausgeführtes Holzhaus mit großzügigem Grundriss und einer klaren Interpretation der Typologien des Ausseer Landes.

Wohnhaus Ing. Johann und Renate Papst, Hörgas, Arch. DI Ernst Giselbrecht, Graz. Die Konstruktion aus schlanken Stützen verleiht dem Haus eine fragil wirkende Gebäudeschicht. Der beispielhafte Umgang mit der Hangsituation ist hervorzuheben.

Holzwohnbau Trofaiach, Univ. Prof. DI Hubert Riess, Graz. Der Holzbau ist eine intensiv durchgeplante Wohnanlage mit Wohnhof, der Baustoff Holz wird hier zu einer nachahmenswerten Initiative im Mehrfamilienhausbau.

Generalsanierung Stubenberghaus, Arch. DI Karl-Heinz Winkler, Graz.

Römerzeitliches Museum Bad Waltersdorf, Architekten DI Jörg und DI Ingrid Mayr, Graz. Das Ausstellungsobjekt ist eine einfache, beispielhafte Antwort auf die Bauaufgabe, eine nicht klimatisierte Schutzhülle für Römersteine und Plastiken zu schaffen.

Lift im Berg Graz, Arch. DI Reiner Schmid, Graz. Im Schloßberg entstand ein "Panoramalift", bei dem die Einheit aus Schacht, Treppe und Lift zu einem qualitätvollen Erlebnisraum wird. Auch neue Technik kann schön sein.

Sport- und Freizeitzentrum Arnfels, Arch. DI Herfried Peyker, Graz. Hervorzuheben ist der behutsame Umgang mit dem Gelände. Die Anlage hat hohe Vorbildwirkung für künftige Sportstätten dieser Art.

Massenburg Leoben, Architekten DI Jörg und DI Ingrid Mayr, Graz. An der Stelle einer Burg steht hier nun ein hervorragendes Beispiel für den konservierenden Umgang mit einer Ruine.

Sgraffito-Haus Mooslandl, Restaurator Thomas Timmel, Linz. Durch persönliches Engagement der Besitzer und aufwendige Maßnahmen wurde das wohl bedeutendste Sgraffito-Haus der Steiermark restauriert.

Regulierung Grimmingbach, Baubezirksleitung Liezen, Fa. Donauconsult, Wien. Hier handelt es sich um einen beispielhaften Rückbau des ehemals mit Beton und Stein gradlinig kanalisierten Flusslaufes.

Als Klassiker wurde der Sender Graz - Dobl, Gemeinde Dobl, erbaut 1940 von Architekt Walter Schmidt, ausgezeichnet. Erstaunlich ist, dass die technische Ausstattung des einstigen Reichspropagandasenders noch vorhanden ist.

PS.: Um die verschiedenen Aktivitäten und die Verleihung der "Geramb-Rose" in der Aula der TU Graz haben sich auch diesmal wieder Landesbaudirektor DI Gunther Hasewend und Oberbaurat DI Amtmann, Baubezirksleitung Hartberg, verdient gemacht. In der Jury wirkten mit: Landeskonservator HR. DI Dr. Friedrich Bouvier, DI Lambert Gabauer, Bauhütte Admont, Arch. DI Gerhard Kreiner und Oberbaurat DI Alfred Weber.