Leben ohne Bauern?
Mit diesem Motto wollen die "steirischen berichte" Nachdenklichkeit über die Rolle der Landwirtschaft im neuen
Jahrhundert, aber auch über das Verhältnis Stadt - Land, Lebensmittelerzeuger und Konsumenten auslösen. Unsere Beiträge zeigen, dass es die
Bauern dank eines hohen Bildungsstandards geschafft haben, die Ernährung mit besten Produkten zu sichern, bedeutsame Innovationen zu setzen
(man denke an die Pionierleistungen der Steirer für erneuerbare Energie) und "nebenbei" eine weit gehend intakte Erholungslandschaft zu
pflegen. Das ist eine enorme Leistung, wenn man überlegt, dass - nach einschneidenden Veränderungen - nur noch rund vier Prozent der
Beschäftigten in der Land- und Forstwirtschaft tätig sind. Weltweit leiden etwa 700 Millionen Menschen an Hunger, täglich sterben hunderte
Kinder an Unterernährung. Experten betonen, dass es auf unserer Erde nur noch geringe Bodenreserven gibt. Höchste Zeit, die bäuerliche
Landwirtschaft als die ertragreichste und sicherste Form der Agrarkultur zu erhalten und zu fördern.
Prof. Max Mayr
Univ.-Prof. DDr. Gerald Schöpfer
"steirische berichte" 5-6/2001: Leben ohne Bauern?