Die "steirischen berichte" feiern einen runden Geburtstag: Vor 50 Jahren erschien die erste Ausgabe. Diese war noch kein gedrucktes Produkt, sondern eine hektographierte Schrift, die sich allmählich zu einer richtigen Zeitschrift mauserte.
Inzwischen konnten sich die "steirischen berichte" als eine eigenständige steirische Stimme bewähren. Sie sind auch ein Beleg dafür, dass es doch Marktnischen für Qualitätsprodukte gibt.
In der hektischen Welt der Medien gibt es den Spruch: "Es gibt nichts älteres, als eine Zeitung von gestern." Doch wer die Hefte der letzten Jahrzehnte zur Hand nimmt, erhält damit ein gutes Spiegelbild des steirischen Geschehens. Viele "Steirische Akademien" und Landesausstellungen wurden von unserer Zeitschrift begleitet. Die Foto-Essays von Friedrich Prinz Liechtenstein waren für viele Leserinnen und Leser ein Anlass, die oft sehr nahe liegenden Besonderheiten und Schönheiten der steirischen Regionen zu entdecken.
Es wurde auch immer wieder versucht Themen anzusprechen, die gleichsam unter den Nägeln brennen. Und es gelang auch immer wieder idealistische Persönlichkeiten zu finden, die zur Mitarbeit und zu redaktionellen Beiträgen bereit waren. Neben dem jeweiligen Hauptthema wurden stets auch kulturelle Aktivitäten und Persönlichkeiten vorgestellt, die für unser Land prägend sind. In seiner Serie "Steirische Bildnisse" hat Dr. Heribert Schwarzbauer zahlreiche Porträts verfasst, die aneinander gereiht einen hervorragenden steirischen Almanach ergeben. Wir dürfen ihm für seine langjährige Tätigkeit sehr herzlich danken und zu seinem runden Geburtstag gratulieren.
Die grafische Gestaltung der "steirischen berichte" hat sich naturgemäß im Laufe der Zeit immer wieder verändert - auch mit diesem Heft soll wieder einmal ein "Face-Lifting" versucht werden.
In den vergangenen Jahrzehnten hat sich der heimische Medienmarkt tief greifend verändert. Einige traditionsreiche steirische Zeitungen haben inzwischen ihr Erscheinen eingestellt ("Südost-Tagespost", "Neue Zeit"). Inzwischen sind dafür zahlreiche auflagenstarke Gratiszeitungen am Markt erschienen.
Die Rahmenbedingungen für Zeitschriften sind speziell durch die gestiegenen Portospesen schwieriger geworden.
So dürfen wir uns bei den Abonnenten sehr herzlich dafür bedanken, dass sie uns die Treue halten. Wir danken auch den Inserenten und Förderern, die durch Werbeeinschaltungen und Druckkostenbeiträge diese eigenständige steirische Stimme auch weiter ermöglichen.
Dieses Heft soll eine Rückschau auf die vergangenen Jahrzehnte bieten, doch dabei wollten wir es nicht bewenden lassen. Ein wesentlicher Teil der Jubiläumsausgabe ist dem Blick auf die kommenden Herausforderungen gewidmet.