Der Denkmalschutz wurde ausgehungert
Was tun jetzt Grasser und Gehrer?
![]() Ein Beispiel für hohen Einsatz: die Basilika Mariazell. |
Das ordentliche Denkmalschutzbudget für 2002 beträgt 135 Millionen Schilling, das entspricht nicht einmal der ersten Jahresrate für die Wiener Votivkirche, deren Sanierung 450 Mio. ATS kosten wird. Das Rubbeln der Österreicher für "Land der Schätze" hat 30 Mio. ATS zugunsten der Welterbestätten gebracht, das Projekt "Wirtschaftsankurbelung durch Revitalisierung von 50 Objekten" ist schief gelaufen, anstatt 10 Millionen Euro ist nur eine Million zur Verfügung.
Die Revitalisierung der Basilika von Mariazell samt Pfarrhof und Begegnungszentrum wird mehr als die veranschlagten 350 Mio. ATS kosten. Für das Grazer Priesterseminar mussten 200 Mio. ATS aufgewendet werden.
Das sind nur einige Zahlen, die belegen, dass die Mittel für die Sicherung und Pflege des Bauerbes in den neun Bundesländern gewaltig aufgestockt werden müssen. Der Präsident des Bundesdenkmalamtes Dr. Wilhelm Rizzi hat in der TV-Sendung "Konservieren und Restaurieren" erklärt, dass die Auflistung des gebauten Kulturerbes voll im Gange sei, man schätzt, dass bis 2010 etwa 40.000 Objekte unter Denkmalschutz stehen werden.
Angesichts dieses Reichtums können die Verantwortlichen unseres Staates wohl nicht länger zuschauen (wegschauen!), zumal es hier um die Sicherung des Qualitätstourismus und um noch viel mehr geht. Jeder Euro, der in die Aufwertung unserer Kulturbauten fließt, bewegt als Impuls neun weitere Euro zugunsten der Arbeitsplätze, der gesamten Wirtschaft und des Steueraufkommens. Die edlen Materialien sind teuer, in der Denkmalpflege kann man nur hoch qualifizierte, gut bezahlte Handwerker, Kunsthandwerker und Restauratoren einsetzen.
| Die vollständige Fassung dieses Artikels finden Sie in der neuesten Ausgabe der "steirischen berichte". |