Bilanz: 30 Jahre LFI

Bildungsland Steiermark. Beginnen wir bei den hohen Schulen. Graz besitzt drei Universitäten, Leoben die "Montanistische". Bei den Lehrgängen der Fachhochschulen und der Höheren Technischen Lehranstalten ist unser Bundesland weit vorne. Auch alle ländlich geprägten Bezirke verfügen über ein Gymnasium. Landwirtschaftliche Fachschulen für Burschen und Mädchen sichern in den Regionen einen zeitgemäßen Standard. Bildungshäuser wie Retzhof, St. Martin, Mariatrost und Raiffeisenhof bieten vielfältige Programme an. Das Ländliche Fortbildungsinstitut als Erwachsenenbildungseinrichtung der Landeskammer für Land- und Forstwirtschaft erfüllt seit 30 Jahren einen besonderen Auftrag.
    Das LFI Steiermark ist der Bildungspartner der bäuerlichen und ländlichen Bevölkerung. Es sucht mit den Bildungsangeboten und Projekten gezielt nach neuen Berufsbildern und neuen Erwerbsmöglichkeiten. Die Höherqualifikation ist ein großes Ziel, so werden auch Arbeitsuchende, Jugendliche und Erwachsene unterstützt.
    Das LFI Steiermark reagiert ständig auf die Herausforderungen unserer schnelllebigen Zeit und ihre raschen Veränderungen und will so zu einer neuen Kultur des Lernens beitragen.

Das LFI ist verantwortlich

  • für die Aus- und Weiterbildung der bäuerlichen und ländlichen Bevölkerung,
  • für die Bewusstseinsbildung bei nicht landwirtschaftlichen Personengruppen,
  • für arbeitsmarktpolitisch relevante Kurse und Projekte in enger Kooperation mit dem Arbeitsmarktservice (AMS),
  • für viele Bildungsprojekte zur Weiterentwicklung der Landwirtschaft und des ländlichen Raumes,
  • für die Abstimmung von Bildungsaufgaben im ländlichen Raum. Mit den Fachkräften der Landeskammer und der Bezirkskammern koordiniert das LFI jährlich zwischen 1500 und 2300 Veranstaltungen mit rund 60.000 bis 80.000 Teilnehmern.

Enge Kooperation des LFI mit dem Arbeitsmarktservice (AMS)

    Besonders erfolgreich hat sich die Zusammenarbeit zwischen dem Ländlichen Fortbildungsinstitut und der Arbeitsmarkt Verwaltung, nun Arbeitsmarktservice entwickelt, auch im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit und für neue Arbeitsplätze. Ausgelöst hat diese konstruktive Kooperation der rasante Strukturwandel im ländlichen Raum und speziell in der Land- und Forstwirtschaft. So konnte vielen Arbeitsuchenden und Arbeitslosen bei der Qualifikation und bei der Berufsfindung entscheidend geholfen werden. Die angebotenen Inhalte der Schulungen und Kurse haben sich seit 1974 sehr verändert, an der Spitze stehen Berufsorientierung und Berufsvorbereitung. Die erfreuliche Bilanz:

  • 135 forstwirtschaftliche Kurse
  • 28 landwirtschaftliche Kurse z. B. für Umweltberater, Projektmanager, Ökowirte, Betriebshelfer etc.
  • 20 Gartenbau- und Grünraumpflegekurse, Greenkeeper
  • 139 Kurse in den Bereichen Büro-, Dienstleistungs- und Sozialberufe, davon 53 Koch- und Servierkurse sowie 46 Haushaltslehrgänge
  • 12 projektgesteuerte Wirtschaftstrainingskurse
  • 130 Kurse für Berufsorientierung und Berufsvorbereitung.

Schwerpunkt: Aktivgruppen in den Regionen
Projekt: Sommerwerkstatt und Jugendstiftungen nach den Jugendbeschäftigungsprogrammen des AMS.
    Von 1955 bis 2000 wurde in den 5b-Regionen die "Bäuerliche Arbeitsstiftung" angeboten, und zwar für Familien, die mit einer Erwerbskombination ihren Hof erhalten wollen.

Infos zum LFI bekommen Sie über:

Ländlichen Fortbildungsinstitut Steiermark
Hamerlinggasse 3
A-8010 Graz
Tel: 0043 (0)316 8050 1305
Fax: 0043 (0)316 8050 1510
e-Mail: zentrale@lfi-steiermark.at
Internet: www.lfi-steiermark.at

Stimmen:

"Weiterbilden - Weiterkommen". So lautet das Motto des LFI, das auf den engen Zusammenhang von Berufsausbildung, Berufsziel und Berufserfolg hinweist. Gerade in den agrarischen Berufen, in denen unmittelbare Verantwortung für das Wohl der Menschen zu tragen ist, besteht eine persönliche Verpflichtung zur Weiterbildung. Das LFI will Hilfestellung leisten.

Ökonomierat Elisabeth Leitner, Vizepräsidentin der Landeskammer, Vorsitzende des LFI.

Leistung erbringen, Erfolg haben und Anerkennung finden sind Grundbedürfnisse des Menschen. Fachliche Fertigkeiten, fundiertes Wissen, soziale und emotionale Kompetenz sind Qualitätsnormen für eine gute Zukunft. Innere Freiheit, Offenheit für das Neue und Visionen für die Zukunft geben dem Leben Orientierung. Das Bildungsangebot des LFI versucht den jeweiligen Herausforderungen der Zeit zu entsprechen.

DI Heiner Herzog, Kammeramtsdirektor-Stellvertreter und Geschäftsführer des LFI.

Im Telegrammstil

1972: Gründung des Vereines "Ländliches Fortbildungsin-stitut" bei der Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern Österreichs. Als Zweigorganisation wird das Landeskomitee Steiermark konstituiert.
1983: Bestellung von BezirksgeschäftsführerInnen durch den Hauptausschuss der Landeskammer.
1987: Am 23. September Umwandlung des Landeskomitees in den gemeinnützigen Verein "Ländliches Fortbildungsinstitut Steiermark".
1997: Mit 18. August erhält das LFI Steiermark als erste agrarische Erwachsenenbildungsinstitution in Österreich das Qualitätszertifikat nach der ISO-Norm 9001 zuerkannt.
2001: Verleihung des 1. Bundespreises für "Frauen- und familienfreundlichen Betrieb" in der Kategorie der Nonprofit-Organisationen. Außerdem Verleihung des LFI- Qualitätssiegels.
2002: Erwerb des ISO-Zertifikats 2004.

Die vollständige Fassung dieses Artikels finden Sie in der neuesten Ausgabe der "steirischen berichte".