90 Jahre LKH Graz
Irmgard Hagenhofer
Ein großer Tag - am 20. Mai 1912 wurde nach langer Planungs- und Bauzeit das LKH Graz feierlich eröffnet. Es stellte das damals größte und modernste Krankenhaus Europas dar. Erbaut im Pavillon-system bildete es das größte Jugendstilensemble Österreichs.
Bei der Planung wurde besonders darauf Wert gelegt, das LKH Graz weitgehendst unabhängig von seiner Umwelt zu machen. Ähnlich einer kleinen "Stadt in der Stadt" wurden eine eigene Wasser- und Stromversorgung, ein eigenes Heizwerk und eine eigene Kanalisation realisiert.
Bereits einige Jahre nach der Eröffnung wurde eine selbständige Pfarre eingerichtet. Die Pfarrgemeinde zum Heiligsten Erlöser ist seither für die religiöse Betreuung und die Krankenseelsorge der Patienten sowie der Mitarbeiter des LKH Graz zuständig.
Unschätzbare Leistungen
Der Alltag des LKH Graz war lange Zeit von den Barmherzigen Schwestern vom Hl. Vinzenz von Paul geprägt, die unschätzbare Leistungen erbracht haben. Ihr Aufgabengebiet reichte von der Krankenpflege bis zum Haus- und Wirtschaftsdienst. Ihrem Weitblick ist es zu verdanken, dass es zur Gründung der weltlichen Luisenschwestern kam, die auch heute noch tätig sind.
Die rasante Entwicklung des LKH Graz in seiner 90-jährigen Geschichte wird besonders deutlich, wenn man seine Zielgruppe betrachtet: die Patienten. Die Anzahl der pro Jahr stationär aufgenommenen Patienten hat sich in den letzten 90 Jahren mehr als verdreifacht. Dies hatte eine Erhöhung der Bettenanzahl zur Folge, so dass in Spitzenzeiten fast doppelt so viele Betten aufgestellt waren als ursprünglich beim Bau vorgesehen. Krankensäle mit bis zu 20 Betten waren durchaus üblich.
| Die vollständige Fassung dieses Artikels finden Sie in der neuesten Ausgabe der "steirischen berichte". |