Himmelschwer …

Die Erdenschwere und die Gebundenheit des Menschen an die Gesetze der Schwerkraft stehen im Mittelpunkt des Projekts „Himmelschwer“, das „bei den Minoriten“, im Joanneum, Neutorgasse und an anderen wichtigen Orten zu erleben ist. Die KuratorInnen Johannes Rauchenberger, Eleonora Luis, Alois Kölbl und viele engagierte Künstler machen es dem Publikum leicht über Himmelsleitern und Erdenleid zu meditieren, etwa im Grazer Burghof oder im Hof des Priesterseminars, der inzwischen „autolos“ geworden ist.

Wanda-Zimmer im Hotel Erzherzog Johann

Der Grazer Schriftsteller Leopold von Sacher- Masoch (1836–1895) und seine erste Gattin Wanda haben nach Theaterabenden gerne im Hotel Erzherzog Johann gespeist. Das hat den Chef des Hauses Bernhard K. Reif-Breitwieser bewogen, ein Wanda-Zimmer ausstatten zu lassen. Im Blickpunkt hängt ein Gemälde, das die Künstlerin Irene Andessner zeigt, die für das Projekt „Wanda SM“ in die Rolle der Masoch-Gattin geschlüpft ist. Für 2003 hat man eine eigene „Wanda-Sacher-Masoch- Torte“ kreiert, die im Café serviert und im 2003-Shop angeboten wird.

Sprachmusik im Grazer Literaturhaus

Im einfühlsam restaurierten ehemaligen Kulturhaus und in einem Zubau ist in Graz ein neues Zentrum für Literatur entstanden. Der Grazer Germanist Gerhard Melzer, Leiter dieser Drehscheibe zwischen Autoren und Publikum, verweist darauf, dass Institutionen wie das Forum Stadtpark, der Verlag Droschl, „manuskripte“, LICHTUNGEN, „perspektive“ oder „Sterz“ für eine Tradition stehen, die Graz seit Jahren prägen. Schon im Mai wurden Autoren wie Ilse Aichinger, Wolfgang Bauer, Christine Nöstlinger, Gerhard Roth, Thomas Bernhard oder Ernst Jandl in das Programm „Sprachmusik“ eingebunden. Der Handke floor im zweiten Stock zeigt originale Reliquien, wie den Schreibplatz seiner Salzburger Jahre.

styriarte in der Helmut-List-Halle

Die steirischen Festspiele „styriarte“ besitzen mit der Helmut- List-Halle endlich ein fixes Zuhause. Wie mehrmals gemeldet, hat Arch. DI Markus Pernthaler eine Waagner-Biró-Produktionshalle in ein vielseitiges Kulturzentrum verwandelt, das auch dem bisher jährlich weiterwandernden „steirischen herbst“ Heimat bietet. Nikolaus Harnoncourt setzt diesmal auf „Die Macht der Musik“. Als ein Höhepunkt zeichnet sich bereits die Jacques-Offenbach- Opéra-bouffe „La Grand-Duchesse de Gérolstein“ ab, die an vier Abenden das zuhörer- und zuschauerfreundliche Haus füllen wird.

Große Pläne mit dem Grazer Robert Stolz ...

… wälzt „styriarte“-Intendant Mathis Huber, der mit der Revue „Die ganze Welt ist himmelblau“ in der Helmut- List-Halle ein überwältigendes Echo erntete. Hohes Niveau bot auch die Filmretrospektive mit Ausstellung im Rechbauerkino, die über Initiative von Filmregisseur Dieter Pochlatko das Projekt „Stolz auf Stolz“ bereicherte. Mathis Huber überlegt, dem in Graz geborenen Komponisten ein neues Festival zu widmen. Robert Stolz, der in seiner Heimatstadt bisher kaum gewürdigt wurde, könnte ein neuer Magnet der Kulturstadt sein.

Franziskanerkloster: Platz der Stille

Das Ringen der Franziskanermönche mit Pater Guardian Matthias Maier um eine erfolgreiche Beruhigung der Umgebung ist in ein neues Stadium getreten. Nach den Vorstellungen im 2003-Konzept ist der Franziskanerplatz als Ort der Stille gedacht, Lärm und Geschäftigkeit werden zurückgedrängt, das Kloster bietet sich als spirituelles Zentrum für Entschleunigung und Besinnung an. Bis Ende Oktober gibt es ein fundiertes Programm.

 


Die vollständige Fassung dieses Artikels finden Sie in der neuesten Ausgabe der "steirischen berichte".