| Ernst Lasnik „Mythos Pferd“ in Piber
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| Die Landesausstellung 2003 „Mythos Pferd“ im Lipizzanergestüt Piber bei Köflach möchte die Entwicklung des Pferdes und seine große Bedeutung für den Menschen in vielerlei Hinsicht darstellen. Das Pferd begleitet den Menschen seit Jahrtausenden, beflügelte seine Phantasie, fand Eingang in seine Sagen und Mythen und wurde in verschiedener Weise selbst zum Mythos. Das geflügelte Pferd Pegasus, das scheue Einhorn, das halb Menschhalb Pferdewesen Kentauer, der Meeresgott Poseidon mit seinem Pferdegespann und Helios mit dem Sonnenwagen, das in seinem Bauch Überraschungen verbergende Trojanische Pferd, die in den Mythen und Überlieferungen vieler Kulturen zu findenden Pferdegottheiten und Dämonen! |
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Elementare Kraft Das Pferd entwickelte sich im Laufe von mehr als 60 Millionen Jahren vom kleinen, nur Katzen- bis Fuchsgroßen, meist in tropischen Wäldern mit üppigem Pflanzenwuchs wohnenden Laubfresser zu dem in offenen Landschaften wie Savannen und Steppen lebenden Wildpferd. Seit das Pferd im offenen Grasland lebt, ist es auf hohe Beweglichkeit angewiesen. Daher lebt das Pferd auch ganz in der Bewegung, in ihr entfaltet es nach Hans D. Dossenbach „seine elementare Kraft, seine tänzerische Anmut, seinen unvergleichlichen Adel!“ Der Mensch zähmte das Pferd im 4. Jahrtausend vor Christus und züchtete im Laufe der letzten 5000 Jahre bewusst etwa 180 verschiedene Rassen heraus. Reit- und Zugtier Der Mensch lernte die Schnelligkeit des Pferdes nutzen und machte es zu seinem Jagd- und Kriegsgefährten und zum wichtigen Gehilfen bei seiner Arbeit. Mit dem Pferd als Reit- und Zugtier verfügte der Mensch zum ersten Mal in seiner Geschichte über ein Transportmittel, dessen Geschwindigkeit seine eigene weit übertraf. Länder erobert Das Pferd hat den Menschen mobil gemacht, ihm zusätzliche Kräfte verliehen und ihm geholfen Länder und Reiche zu erobern. So führte es zum Beispiel die Hunnen unter Attila von Asien bis nach Frankreich, die Mongolen von Peking bis nach Moskau und Budapest, die Türken von Kleinasien bis vor Wien, Napoleon durch Europa bis Moskau und vor Kairo und der Konquistador Hernàn Cortès konnte mit Hilfe von nur einem guten Dutzend Reitern das große Aztekenreich in Mittelamerika unterwerfen! Ritter und Streitrosse Man kann sich nur schwer einen Ritter ohne Pferd vorstellen und auch die Standesbezeichnung „Ritter“ und die Tätigkeit des „Reitens“ stehen in direktem sprachlichem Zusammenhang. Zu Beginn des Mittelalters waren Ritter keine Adeligen, sondern Krieger zu Pferd. Erst in weiterer Folge bildete sich dann ein adeliger Berufskriegerstand heraus. Die schwer gepanzerten Kavalleristen des Mittelalters brauchten größere, stärkere Pferde, da ein Ritter mit Rüstung und Sattel rund 150 kg und auch noch mehr wog! Daher waren viele „Streitrosse“ dieser Zeit auch imposante Pferdegestalten. Eng mit dem Rittertum und dem Adel verbunden sind auch das Turnierwesen sowie die Jagd. |
Cerbero, neapolitanisch
Brauner Schecke in der Kapriole. Gemälde von Hamilton um 1721. Kunsthistorisches
Museum Wagenburg, Wien. Foto: Katalog |
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| Im Jänner 1903 haben Zar Nikolaus
II und Kaisef Franz Joseph I. im steirischen Mürzsteg über die
Befriedung des Balkans verhandelt. Nach 100 Jahren, in denen es immer wieder
zu schrecklichen, blutiger Auseinandersetzungen kam, trafen sich nun am
21. Juni 2003 die Regierungschefs der EU und der Beitrittsländer zu
einem Balkangipfel in Porto Carras. Die Einigung Europas soll auch den Frieden
im Süden und Südosten sichern. Foto: Ausstellungskatalog |
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| Die vollständige Fassung dieses Artikels finden Sie in der neuesten Ausgabe der "steirischen berichte". |