| Werner Pohl |
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| Das Bundesgestüt Piber ist auserwählt worden, die steirische Landesausstellung 2003 unter dem Thema „Mythos Pferd“ zu präsentieren. Das Gestüt in der Weststeiermark blickt bereits auf eine über 200-jährige Geschichte zurück und ist seit 2001 gemeinsam mit der Spanischen Hofreitschule zu Wien ein „privates“ Unternehmen im Besitz der Republik Österreich. Seit 1. Jänner 2001 ist eine neue, zukunftsweisende Ära angebrochen. Mit der Überführung in die rechtlich selbstständige Gesellschaft Spanische Hofreitschule- Bundesgestüt Piber wurde ein privatrechtlich agierendes Unternehmen gegründet. Die Aufgaben dieses Unternehmens sind gesetzlich festgelegt und garantieren die Erhaltung des Lipizzaners im klassischen Typ des Barockpferdes. Außerdem ist der Lipizzaner in Piber vornehmlich auf Basis der so genannten klassischen Stutenfamilien, also der Nachkommen der Muttertiere aus dem ehemaligen Hofgestüt zu Lipizza, zu führen. Schon 2001 war es möglich zwei Stuten von in Piber bereits ausgestorbenen klassischen Familien wieder zuzukaufen. Mit Ende der Zuchtsaison 2002 umfasst die Lipizzanerherde 71 Mutterstuten. Der Ausbau auf 85 Stuten ist für die kommenden Jahre geplant. Seit Anfang 2003 besitzt Piber wieder Nachkommen aller 15 klassischen Stutenfamilien und ist somit das einzige Gestüt weltweit, das eine derartige Mutterherde aufweist. Die besten Hengste … Nach wie vor ist das Bundesgestüt Piber in das
Muttergestüt und vier Außenhöfe gegliedert. Der Flächenbestand
beträgt ca. 600 ha. Die beiden Almen (Stubalm, Brentlalm) stellen
eine wertvolle und unverzichtbare Ergänzung der Weideflächen
dar. So kann auch in Zukunft die harte Aufzucht des Lipizzaners gewährleistet
werden. Neben den genetischen Veranlagungen bilden Umwelt- und Aufzuchtbedingungen
die wichtigsten Grundlagen für eine später erfolgreiche Verwendung
unserer Pferde – die Hengste in der Spanischen Hofreitschule –
die Stuten in der Mutterherde. |
Es sind Millionen Menschen, die die Aufführungen
der Spanischen Hofreitschule in Wien und bei den Auslandsgastspielen beigeistert
erleben. Es ist überaus erfreulich, dass sich die Landesausstellung
in der Heimat der weißen Pferde zu einem Publikumsmagneten entwickelt. |
| Die vollständige Fassung dieses Artikels finden Sie in der neuesten Ausgabe der "steirischen berichte". |