| Museumsforum Steiermark Schwerpunkt Frauenalltag |
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| Die konkrete Umsetzung theoretischen Wissens für die Praxis ist einer der Aufgabenschwerpunkte des Museumsforums Steiermark am Landesmuseum Joanneum. In diesem Sinne versteht sich auch das aktuelle Projekt „Frauenalltag in steirischen Heimatmuseen“, das als steirischer Beitrag im Rahmen des gesamtösterreichischen Projektes „Alltagskultur seit 1945“ (initiiert vom oberösterreichischen Landesmuseum, dem Institut für Volkskultur des Landes Oberösterreich und dem Institut für Volkskunde Wien) gilt und sich im Jahr 2005 an verschiedenen Orten positionieren wird. Die Steiermark konzentriert sich dabei auf das Thema „Frauen und weibliche Identitätsstiftung“. Das Museumsforum sieht mit der Thematisierung „weiblicher Lebenswelten“ in Form von dezentralen Ausstellungen und eines begleitenden Bildungsangebotes die Chance einer nutzbringenden Synergiewirkung. Gerade Heimatmuseen tragen anhand von Objekten – bewusst oder unbewusst – zur Erhaltung des kulturellen Erbes zum Thema bei. Es ist nun an der Zeit die Spuren von weiblichen Anteilen freizulegen: Reproduktionstätigkeit ist ebenso zu würdigen wie der Einsatz für die Gesellschaft (Ehrenamtlichkeit, Kommunalpolitik, Vereine) und der Beitrag von Frauen in ihren beruflichen Aufgabengebieten, von der Landwirtschaft bis zur Industrie, von der Hausfrau bis zur Wissenschaftlerin, von der Brauchtumspflegerin bis zur Künstlerin. Durch die Vernetzung und Einbindung der in der Steiermark zum Thema Frau arbeitenden Initiativen und Vereinen war schon im Anfangsstadium eine starke Beteiligung unterschiedlicher Akteure spürbar, vom Ländlichen Fortbildungsinstitut, der HWL Schrödingerschule bis zu kirchlichen Organisationen. Die Steiermark ist reich an Sammlungen, nahezu 240 Museen beherbergen unersetzliche Kulturgüter für die Regionalgeschichte unserer Heimat. Diese Schätze bedürfen einer fachgerechten Lagerung, Pflege und zeitgemäßen Präsentation. Der Geschäftsführung des Landesmuseums Joanneum, Intendant Peter Pakesch und Direktor Mag. Dr. Wolfgang Muchitsch, ist es ein Anliegen, durch das Museumsforum Steiermark eine Anlaufstelle zu bieten und das Haus nach außen zu öffnen. In diesem Kontext ist die Tatsache interessant, dass
es nicht mehr ausschließlich um das emanzipatorische Erlangen von
Rechten seitens der Frau, sondern um den gesellschaftlichen Bewusstseinswandel
in der Frauenfrage und um ein faires Miteinander zwischen den Geschlechtern
geht. Mittlerweile haben sich folgende Themenschwerpunkte herauskristallisiert:
Um eine bestmögliche Streuung sowohl in thematischer
als auch regionaler Hinsicht zu erzielen, sind nach wie vor Institutionen
und Akteure aufgerufen, sich an diesem landesweiten spartenübergreifenden
Projekt zu beteiligen. Frauenschicksale in der Nachkriegszeit Dieses Kapitel beschäftigt sich ausschließlich
mit den Zuständen in der britischen Besatzungszeit. Das Beziehungsspektrum
zwischen steirischen Frauen und den Besatzern reichte von Flirts bis hin
zu Ehen. Derartige Verbindungen fanden von Seiten der Bevölkerung
wenig Akzeptanz. Kinder aus diesen Beziehungen wurden hinsichtlich ihrer
Herkunft meist nicht informiert. Bedingt durch die geringe gesellschaftliche
Anerkennung, kann die Zahl der Eheschließungen von Österreicherinnen
mit Besatzern lediglich geschätzt werden. „Alles ein großes
Geheimnis“, so könnte man die Lebenshaltung der Nachkriegsgeneration
mit wenigen Worten auf den Punkt bringen. |
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Heuernte.
Dokumentarfoto aus 1958, erschienen im Band „Landluft macht frei“
des unvergessenen Schriftstellers Fred Strohmeier. |
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Die vollständige Fassung
dieses Artikels finden Sie in dieser Ausgabe der "steirischen berichte".
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