Die Initiative „Taten statt Worte“ brachte bereits schöne Erfolge
Frauenfreundliche Betriebe profitieren

 

Die Initiative „Taten statt Worte“ ist eine österreichische Initiative mit dem Ziel, die Situation von Frauen in der Arbeitswelt durch bedarfsgerechte Maßnahmen zu verbessern und die Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Karriere zu fördern. Die Initiative wurde 1990 von NRAbg. Ridi M. Steibl gegründet und im Referat Frau – Familie – Gesellschaft der Steiermärkischen Landesregierung verankert. Die Umsetzung dieser Grundidee war ursprünglich nur für die Steiermark geplant. „Taten statt Worte“ fand jedoch schon bald österreichweites Interesse, es wurden Regionalkomitees in Wien, Niederösterreich, Burgenland, Kärnten und Vorarlberg gegründet.
Die Palette an konkreten frauen- und familienfreundlichen Maßnahmen ist sehr breit. Sie reicht von flexiblen Arbeitszeitmodellen über verschiedene Kontaktmöglichkeiten zum Unternehmen während der Karenzzeit und speziellen Wiedereinstiegshilfen nach der Familienpause bis hin zu spezifischen Weiterbildungsangeboten für weibliche Führungskräfte. Oft sind es viele „kleine“ Maßnahmen, die in ihrem Zusammenwirken zu einem frauen- und familienfreundlichen Betriebsklima führen. Die Auswahl der Siegerbetriebe trifft eine unabhängige, kompetente Jury.

Bessere Vereinbarkeit

Ziel des Wettbewerbes der „Frauen- und familienfreundlichsten Betriebe“ ist es, die Bedeutung solcher Maßnahmen deutlich zu machen: Müttern und Vätern soll durch entsprechende Regelungen des Betriebes die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtert werden. Dadurch wird die Entscheidung für ein Kind nicht zu einer „Entweder-Oder-Lösung“ werden. Gemeinsam mit flexiblen Kinderbetreuungseinrichtungen ist eine familienfreundliche Arbeitswelt die Voraussetzung dafür, dass Beruf und Kind kein Widerspruch sind.

Es zahlt sich aus

Betriebe profitieren von frauen- und familienfreundlichen Regelungen durch wirtschaftliche Vorteile: Motiviertere MitarbeiterInnen, eine Senkung der kostenintensiven Fluktuationsrate, weniger Krankenstände und eine Verbesserung des Unternehmensimages sind konkrete Ergebnisse. Die Befürchtung, dass frauen- und familienfreundliche Maßnahmen viel kosten und wenig bringen, ist unberechtigt. Das Gegenteil ist der Fall. Immer mehr Unternehmen, die sich zur Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit gezielt mit professionellem „Human Ressources-Management“ beschäftigen, entdecken die Frauen- und Familienfreundlichkeit als wichtiges Instrument der Mitarbeiterbindung und Personalentwicklung.

 

Informationen:
FA6A, Referat Frau–Familie–Gesellschaft, 8010 Graz, Stempfergasse 7
Telefon (0316) 877-4892
Fax (0316) 877-3924
E-Mail: tatenstattworte@stmk.gv.at
Die vollständige Fassung dieses Artikels finden Sie in dieser Ausgabe der "steirischen berichte". (Bestellhinweise)