Vorschau auf die steirische Landesausstellung in Retzhof und Seggau
Ab 1. Mai: Die Römer sind da

 


 

Der 1. Mai 2004 ist für die Südsteiermark in zweifacher Hinsicht ein bedeutsames Datum. Es beginnt der Aufbruch in ein größeres Europa, die EU wird von diesem Tag an 25 Staaten umfassen, auch Slowenien. Wir sagen jetzt schon „Willkommen Nachbar!“
Ab 1. Mai steht die steirische Landesausstellung „Die Römer 2004“ für die Allgemeinheit offen. Sie wurde mit dem Slogan „Die Römer kommen“ schwungvoll angekündigt. Auch hier ist Europa im Spiel, umfasste doch das römische Reich weite Teile unseres Kontinents. Flavia Solva, nach dem Kaiser Flavius und der Sulm (Solva) benannt, war damals die Hauptstadt der Steiermark.
Nun wird die Historie wieder lebendig. Nicht nur durch die Darstellung wertvoller Exponate, sondern auch – oder vor allem – durch die Inszenierung von Denk- und Lebenswelten, für die modernste Technik eingesetzt wird, wie der Wissenschaftliche Ausstellungsleiter Prof. Dr. Bernhard Pelzl betont.

Bin ich gar ein Römer?

In einer Aussendung des Tourismusverbandes Leibnitz-Wagna heißt es: „Ohne die Römer wären wir Barbaren. Sie haben nicht nur unsere Straßen gepflastert und uns mit Wasser und Heizung versorgt, sie haben auch die Körperpflege kultiviert. Diese Fülle an Ideen kann man nun bei ,Die Römer 2004‘ hautnah erleben. Anstatt von Glaskasten zu Glaskasten geht man z. B. vom römischen Frisiersalon zum Speisezimmer und taucht ein in das Lebensgefühl der römischen Kaiserzeit. Noch nie hat man in einer Ausstellung so viel über sich selbst und seine Vergangenheit erfahren und sich verblüfft gefragt, bin ich vielleicht gar ein Römer?“
Schloss Retzhof trägt den Bildungsschwerpunkt bei und zeigt unter anderem die Geschichte des römischen Reiches und der Stadt Flavia Solva. Auf Monitoren wird man aber auch über die EU-Erweiterung informiert, eine Landkarte zeigt das römische Reich unter Kaiser Augustus, das Gegenstück ist die EU-Zukunfts­region mit der Steiermark und den Nachbarländern.
Eine kuriose Sache, die Bürger der ersten freiwilligen Feuerwehr in unserem Land, die von Flavia Solva, waren steuerbegünstigt. Verständlich, dass alle dabei sein wollten.

Die vollständige Fassung dieses Artikels finden Sie in dieser Ausgabe der "steirischen berichte". (Bestellhinweise)