Steirische
Bildnisse von Heribert Schwarzbauer |
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Lang, lang ist’s her, seit ich im dritten „berichte“-Heft des Jahres 1963 den Maler Adolf Anton Osterider erstmals ausführlich vorstellen durfte. Der Künstler war damals 39 Jahre alt, hatte als Lehrer an der Ortweinschule gerade entscheidend Fuß gefasst und war im Begriff, sich mit seiner Kollegin Heide Stibor zu vermählen. Als „Akademischen Maler“, der bis 1951 in Graz bei Hans Adametz und Rudolf Szyszkowitz sowie in Wien bei Sergius Pauser und Herbert Boeckl studiert hatte, kannte ich Osterider schon seit Jahren vom WERKBUND her. Dieser hatte es in den frühen fünfziger Jahren unternommen, die ehrwürdige Tradition des seit 1865 bestehenden STEIERMÄRKISCHEN KUNSTVEREINS mit dem neuzeitlichen, in Deutschland bereits erfolgreich praktizierten WERKBUND-Gedanken zu verbinden. Neben den „Altspatzen“ Peter Richard Oberhuber, Karl Penitz, Pipo Peteln und Rudolf Szyszkowitz kam nun auch die nächste Generation der etwa Dreißigjährigen mit Otto Brunner, Adolf Osterider und Hans Wolf zum Zug – auch sie profilierten sich zusehends als eigenständige Künstler- und kompetente Lehrerpersönlichkeiten, die dem praxisbezogenen WERKBUND-Gedanken neue Kräfte und Entfaltungsmöglichkeiten zuführten. Nun wird Adolf Osterider am 18. Juni 80 Jahre alt. Bereits zum 60., 65., 70. und 75. Geburtstag wurden ihm nacheinander alle Auszeichnungen zuteil, die Stadt, Land und Bund für künstlerische Leistungen zu vergeben haben, immer wieder begleitet von Publikationen aller Art sowie Kulturfilm- und Fernsehproduktionen, so dass es biografisch kaum noch Informationslücken geben dürfte. So hat etwader Grazer Kunsthistoriker Karl Heinz Schwarzmann dem Aquarellwerk von Adolf Osterider nicht nur seine zweibändige Diplomarbeit, sondern auch noch jenes monumentale Standardwerk gewidmet, das zum 75.Geburtstag des Meisters die neue Folge der von Horst Schweigert herausgegebenen „Beiträge zur Kunstgeschichte Steiermarks“ eröffnete. |
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