Solarprojekt Ungarn: Partnerschaft Hitzendorf – Belvárdgyula
So wächst Europa zusammen

 

Schon seit 1966 besteht die Partnerschaft zwischen der Marktgemeinde Hitzendorf und der ungarischen Gemeinde Belvárdgyula, einem kleinen Dorf im Süden Ungarns, das zwischen Pécs und Mohács liegt. Wie Vizebürgermeisterin Hermine Teschner mitteilt, können die Hitzendorfer bereits auf viele Aktivitäten verweisen: Schüleraustausch, Unterstützung bei Berufs- und Schulausbildung, 16 Lkw-Hilfslieferungen, kulturelle Begegnungen (Musikverein, Volkstanzkreis, Jugendkapellen), Opernabende in Ungarn, Ausflüge zu Sehenswürdigkeiten, Weihnachten mit bedürftigen Familien.

Gegen den Klimawechsel

Neben diesen Tätigkeiten war es für die Europapioniere von Hitzendorf schon immer das Ziel, mehr aus der Partnerschaft zu machen. Und so wurde das „Solarprojekt“ ins Leben gerufen. Der Idee folgten rasch konkrete Taten. Gemeinderat Hans Reicht, der auf eine lange Kette seiner Arbeiten auf dem Gebiet der erneuerbaren Energie blicken kann, fügte einen weiteren Edelstein hinzu. Hier Auszüge aus seinem Schlussbericht.

Die energiepolitischen Ziele der EU sind klar definiert und damit ab 1. Mai 2004 auch für die Beitrittsländer gültig. Die Auslandsabhängigkeit von fossiler Energie, Erdöl und Erdgas soll mittelfristig verringert und die Emission von Treibhausgasen eingedämmt werden. Bekanntlich löst die Verbrennung fossiler Brennstoffe einen Klimawechsel mit immer deut­licheren Folgen, mit Unwettern, Stürmen, Trockenheit und Hitze aus.

Die ersten Gespräche dienten der Suche nach einem geeigneten Objekt. Die Schule in Olász, Gemeinde Belvárdgyula, mit etwa 400 Liter Wasserverbrauch pro Tag kam in die engere Wahl. Nun war es ­wichtig, die ungarischen Freunde für die aktive Mitarbeit und einen gewissen Kosten­anteil zu gewinnen. Hans und Günter ­Labugger, Hans Spath und ich fuhren für drei Tage nach Ungarn, um mit den zuständigen Personen Marika Mozer, Projektleiter Loschan und Agatha Marczi die Details abzuklären.

Wieder zu Hause, ging es zunächst um die Materialbeschaffung. Die Kollektoren wurden bestellt, glücklicherweise konnte uns der Lieferant sehr günstige, neu­wertige Edelstahlspeicher liefern. Von ­ungarischer Seite war die Kollektoraufständerung samt Verbindungsleitung zu machen. Die Montage in Ungarn dauerte vom 24. bis 26. Oktober 2003. Mit einem Kleinbus fuhren wir in aller Früh los in Richtung Pécs. Auf der Fahrt diskutierten wir intensiv über unser Vorhaben. Wie weit werden wohl die Dinge vorbereitet sein? Wie gut kann die Montage funktionieren? Aus dieser Sorge heraus fuhren wir gleich zur Schule. Der erste Blick zeigt, dass unsere Zweifel unbegründet waren. Auf dem Dach wurde bereits emsig gearbeitet.

 

Die vollständige Fassung dieses Artikels finden Sie in dieser Ausgabe der "steirischen berichte". (Bestellhinweise)