quergelesen±

 

Werner Anzenberger – Martin F. Polaschek, Widerstand für eine Demokratie –12. Februar 1934, Leykam-Verlag, Graz 2004, 365 Seiten.

Die Interpretation jener zeitgeschichtlichen Ereignisse, welche in der Ersten Republik mit der Parlamentsausschaltung am 4. März 1933 begannen und mit dem Anschluss am 12. März 1938 endeten, ist auch heute noch recht unterschiedlich. Der Band „Widerstand für eine Demokratie – 12. Februar 1934“ bringt einen sehr akribisch gestalteten Beitrag von Werner Anzenberger, welcher einerseits den Weg der Ersten Republik zum autoritären System aufzeigt, andererseits mit einer detaillierten Darstellung der Bürgerkriegskämpfe in den einzelnen Regionen der Steiermark aufwartet. Martin F. Polaschek hat einen gut fundierten Artikel zum Februar 1943 im Spiegel der Justiz verfasst. Von Helmut Konrad wurde ein Epilog zu diesem Band unter dem Motto „Februar 1934 im historischen Gedächtnis“ beige­steuert.
Ein Vorwort stammt von Mag. Franz Voves, Vorsitzenden der steirischen SPÖ, dem es ein erklärtes Anliegen ist, den Selbstbehaup­tungskampf der Arbeiterbewegung in den dreißiger Jahren nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Gerald Schöpfer – Gerlinde Stessel (Hg.), Was gehört zu einem guten Pflegemanagement? Schriftenreihe des Instituts für Wirtschafts-, Sozial- und Unternehmensgeschichte, Graz 2003, 125 Seiten.

Diese Broschüre ist eine Dokumentation des Kongresses „Medizin-Pflege-Therapie. Mit­einander vernetzt?“, welcher in Graz zuFragen der Pflege und der Altenbetreuung stattgefunden hat. Die Beiträge stammen von Ingrid Brauchart, Antonia Croy, Eva Fuchswans, Gerald Gatterer, Gabriela Neubauer, Georg Psota, Michael Schmider, Gerald Schöpfer, Gerlinde Stessel, Hans-Georg Zapotoczky und Bernhard Zeller.
Dieser Band kann um 10 Euro am Institutfür Wirtschafts-, Sozial- und Unternehmens­geschichte, RESOWI-Zentrum, 8010 Graz, Universitätsstraße 15/F/II, E-Mail: wisog@uni-graz.at (Telefon [0316] 380-3521, Fax [0316] 380-9535), erworben werden.

 

Othmar Ederer – Manfred Prisching (Hg.), Die unsichere Gesellschaft – Risiken, Trends, Zukünfte, Schriftenreihe des Instituts für Wirtschafts-, Sozial- und Unternehmensgeschichte, Graz 2003, 252 Seiten.

Angesichts der jüngsten Terrorbedrohungen kommt dieser Dokumentation größte aktuelle Bedeutung zu. Es werden die Referate des Symposiums „Die unsichere Gesellschaft – Risiken, Trend, Zukünfte“, welches die Grazer Wechselseitige Versicherung zum 175-jährigen Jubiläum veranstaltete (siehe dazu: Was ist schon sicher – Sicher ist nur die Unsicherheit, 2–3/2003 der „steirischen berichte“), dokumentiert. Die interessanten Beiträge stammen von Peter Gross, Robert Hettlage, Ronald Hitzler, Helene Karmasin, Konrad Paul Liessmann, Wolfgang Müller-Funk, Manfred und Sebastian Prisching, Peter Strasser und Gunther Tichy.

Dieser Band kann um 20 Euro am Institut für Wirtschafts-, Sozial- und Unternehmensgeschichte, RESOWI-Zentrum, 8010 Graz, Universitätsstraße 15/F/II, E-Mail: wisog@uni-graz.at (Telefon [0316] 380-3521, Fax [0316] 380-9535), erworben werden.


Roman Sandgruber, Das 20. Jahrhundert. Geschichte Österreichs Band VI, Pichler Verlag, Wien 2003, 192 Seiten, zahlreiche Fotos.

Die ereignisreiche Geschichte Österreichs im 20. Jahrhundert, welche von der österrei-chisch-ungarischen Monarchie bis zur Zwei-ten Republik führt, wird in dieser kompakten Darstellung von Roman Sandgruber in einer sehr ausgewogenen und auch ausgezeichnet illustrierten Darstellung vermittelt.
Die politische Entwicklung wird in den wirtschafts- und sozialgeschichtlichen Ereignis­raster eingebettet, aber auch die Wandlungen in Kunst und Kultur werden feinsinnig registriert.

 

Georg Rohrecker, Die Kelten Österreichs. Auf den Spuren unseres versteckten Erbes, Pichler Verlag, Wien 2003, 203 Seiten, zahlreiche Illustrationen.

Dem Autor ist es ein besonderes Anliegen, auf die keltischen Wurzeln in Österreich hinzuweisen. Seine Kernaussage ist, dass sich die Wiege des Keltentums nicht in Irland oder Gallien, sondern zwischen den Tauern und dem Salzkammergut befand. Nach einer Darstellung des Keltentums widmet sich Georg Rohrecker der keltischen Identität Österreichs und zeigt auf, welche Orte an das Keltentum erinnern und welche keltischen Schätze es in den heimischen Museen gibt.

Die vollständige Fassung dieses Artikels finden Sie in dieser Ausgabe der "steirischen berichte". (Bestellhinweise)