Landesausstellung 2005
Narren & Visionäre mit einer Prise Salz
 

Mittlerweile gibt es die ersten sichtbaren Vorboten zur nächsten Landesausstellung, die im Ausseerland – Salzkammergut stattfindet. Die vielen Baustellen – vor allem in den Ausstellungsgemeinden Bad Aussee, Grundlsee und Altaussee – haben eine Aufbruchstimmung in der Region erzeugt, wie sie schon lange nicht mehr da war.
Auch die Wirtschaft hat erste Zeichen gesetzt – und so gibt es, natürlich zum Thema passend, bereits ein Narrenbräu, Narrenbretzen, Landesausstellungswein und viele weitere Initiativen. Schüler und Lehrer sind bereits eifrig am Mitarbeiten und Mitdenken. Rund 6 Millionen Euro kommen direkt vom Land, darüber hinaus wird zusätzlich in die Infrastruktur ein zweistelliger Millionenbetrag durch die Gemeinden investiert. Es geht darum, Straßen, Plätze, Gebäude, Beleuchtung und Fassaden in den einzelnen Gemeinden herauszuputzen. Die inhaltliche Konzeption wird im Detail über eine eigene Landesausstellungs- GmbH. – in enger Abstimmung mit der Kulturabteilung des Landes Steiermark – ausgearbeitet. Diese Gesellschaft ist in der Region stark verankert – auch die Gemeinden sind Gesellschafter. Unter der Leitung von Direktor Bertram Mayer entsteht das Konzept einer erlebnisorientierten Landesausstellung, die möglichst viele Besucher in das Ausseerland – Salzkammergut „locken“ soll.
In Bad Aussee wird es Schwerpunkte des Faschings mit seinen bunten Figuren der Region, wie den Flinserln und Trommelweibern, aber auch mit schönen Beispielen aus aller Welt geben. Der Ausseer Joseph Fröhlich, ein Hofnarr, der in Dresden gewirkt hat, gilt als Beispiel für die wichtige politische Rolle der Hofnarren. Auch die Sommerfrische und die Visionäre sind wichtige Themen. Am Ende der Ausstellung stehen 16 Persönlichkeiten mit Steiermarkbezug und ihren Visionen im Mittelpunkt.
In Altaussee wird das Thema Literatur neu interpretiert, das Leitmotiv heißt „Technische Visionen aus der Literatur und ihre Wahrnehmung“ und soll eine Ergänzung zum Literaturmuseum von Altaussee darstellen. Auch die „Salzwelten“ in den „Steinberghäusern“ werden für die Landesausstellung vollkommen neu inszeniert. „Das weiße Geheimnis“ lockt den Besucher in die Unterwelt und führt zu einer faszinierenden Reise rund um das Salz, welches die Region und ihre Menschen stark geprägt hat.
In Grundlsee, im ehemaligen Gasthof Lindlbauer – direkt am See, den man auch als „Steirisches Meer“ bezeichnet – begegnet der Gast den Visionen rund um die Natur. Konkrete Beispiele verweisen auf die Entwicklung und den Umgang mit der wasserreichen Landschaft und dem Klimawandel.

Die Ausstellung ist vom 30. April bis 30. Oktober 2005 geöffnet, zum Auftakt gibt es ein internationales Treffen von Narren und Brauchtumsgruppen. Die Eröffnungsfeier findet bereits am 29. April 2005 statt. Ein großartiges Rahmenprogramm wird das Ganze abrunden. „Wir laden ein, die Landesausstellung zu besuchen und auch die Vielfalt, die Möglichkeiten sowie die Schönheit der gesamten Region zu genießen!“, sagt Direktor Bertram Mayer, der verantwortliche Koordinator. „Die Region ist gemeinsam unterwegs zu einer erfolgreichen Landesausstellung 2005!“

Infos zur Ausstellung: 8990 Bad Aussee, Bahnhofstraße 95, Telefon (0 36 22) 50 9 68, Fax: DW. 4. E-Mail: office@la2005.at www. la2005.at

Infos zum Rahmenprogramm: Kulturmanagement Ausseerland Salzkammergut, 8990 Bad Aussee, Bahnhofstraße 95, Telefon (0 36 22) 50 9 62-0. E-Mail: kultur@ausseerland.at www.kultur.ausseerland.at

Erzherzog Johann, der größte Visionär der Steiermark. Standbild im Kurpark von Bad Aussee.
Foto: Max Mayr

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