| Mittlerweile gibt es die ersten sichtbaren Vorboten zur nächsten
Landesausstellung, die im Ausseerland – Salzkammergut stattfindet.
Die vielen Baustellen – vor allem in den Ausstellungsgemeinden Bad
Aussee, Grundlsee und Altaussee – haben eine Aufbruchstimmung in
der Region erzeugt, wie sie schon lange nicht mehr da war.
Auch die Wirtschaft hat erste Zeichen gesetzt – und so gibt es,
natürlich zum Thema passend, bereits ein Narrenbräu, Narrenbretzen,
Landesausstellungswein und viele weitere Initiativen. Schüler und
Lehrer sind bereits eifrig am Mitarbeiten und Mitdenken. Rund 6 Millionen
Euro kommen direkt vom Land, darüber hinaus wird zusätzlich
in die Infrastruktur ein zweistelliger Millionenbetrag durch die Gemeinden
investiert. Es geht darum, Straßen, Plätze, Gebäude, Beleuchtung
und Fassaden in den einzelnen Gemeinden herauszuputzen. Die inhaltliche
Konzeption wird im Detail über eine eigene Landesausstellungs- GmbH.
– in enger Abstimmung mit der Kulturabteilung des Landes Steiermark
– ausgearbeitet. Diese Gesellschaft ist in der Region stark verankert
– auch die Gemeinden sind Gesellschafter. Unter der Leitung von
Direktor Bertram Mayer entsteht das Konzept einer erlebnisorientierten
Landesausstellung, die möglichst viele Besucher in das Ausseerland
– Salzkammergut „locken“ soll.
In Bad Aussee wird es Schwerpunkte des Faschings
mit seinen bunten Figuren der Region, wie den Flinserln und Trommelweibern,
aber auch mit schönen Beispielen aus aller Welt geben. Der Ausseer
Joseph Fröhlich, ein Hofnarr, der in Dresden gewirkt hat, gilt als
Beispiel für die wichtige politische Rolle der Hofnarren. Auch die
Sommerfrische und die Visionäre sind wichtige Themen. Am Ende der
Ausstellung stehen 16 Persönlichkeiten mit Steiermarkbezug und ihren
Visionen im Mittelpunkt.
In Altaussee wird das Thema Literatur neu
interpretiert, das Leitmotiv heißt „Technische Visionen aus
der Literatur und ihre Wahrnehmung“ und soll eine Ergänzung
zum Literaturmuseum von Altaussee darstellen. Auch die „Salzwelten“
in den „Steinberghäusern“ werden für die Landesausstellung
vollkommen neu inszeniert. „Das weiße Geheimnis“ lockt
den Besucher in die Unterwelt und führt zu einer faszinierenden Reise
rund um das Salz, welches die Region und ihre Menschen stark geprägt
hat.
In Grundlsee, im ehemaligen Gasthof Lindlbauer
– direkt am See, den man auch als „Steirisches Meer“
bezeichnet – begegnet der Gast den Visionen rund um die Natur. Konkrete
Beispiele verweisen auf die Entwicklung und den Umgang mit der wasserreichen
Landschaft und dem Klimawandel.
Die Ausstellung ist vom 30. April bis 30. Oktober
2005 geöffnet, zum Auftakt gibt es ein internationales Treffen
von Narren und Brauchtumsgruppen. Die Eröffnungsfeier findet bereits
am 29. April 2005 statt. Ein großartiges Rahmenprogramm wird das
Ganze abrunden. „Wir laden ein, die Landesausstellung zu besuchen
und auch die Vielfalt, die Möglichkeiten sowie die Schönheit
der gesamten Region zu genießen!“, sagt Direktor Bertram Mayer,
der verantwortliche Koordinator. „Die Region ist gemeinsam unterwegs
zu einer erfolgreichen Landesausstellung 2005!“
Infos zur Ausstellung: 8990 Bad Aussee,
Bahnhofstraße 95, Telefon (0 36 22) 50 9 68, Fax: DW. 4. E-Mail:
office@la2005.at www.
la2005.at
Infos zum Rahmenprogramm: Kulturmanagement Ausseerland
Salzkammergut, 8990 Bad Aussee, Bahnhofstraße 95, Telefon (0 36
22) 50 9 62-0. E-Mail: kultur@ausseerland.at
www.kultur.ausseerland.at
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Erzherzog Johann, der größte Visionär
der Steiermark. Standbild im Kurpark von Bad Aussee.
Foto: Max Mayr |
| Die vollständige Fassung dieses Artikels
finden Sie in dieser Ausgabe der "steirischen berichte". (Bestellhinweise)
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