Salzbergwerk Altaussee
Hier versteckte Hitler „seine“ Weltkunstschätze

 

Das Sammeln, Verstecken, Vererben und Zerstören von Kunstschätzen bekam im Inferno des Zweiten Weltkrieges eine bis dahin unbekannte Dimension. So waren ab 1943 in den Stollen des Salzbergwerkes von Altaussee Kunstwerke aus ganz Europa eingelagert, um sie der Gefährdung durch Bombenangriffe zu entziehen. Auch Hitlers persönliche Sammlung befand sich darunter, bis zuletzt war sie für ihn ein wichtiges Objekt weiterer Planungen.
Noch am 29. April 1945, einen Tag vor seinem Tod, bestimmte er in seinem privaten Testament: „Ich habe meine Gemälde in den von mir angekauften Sammlungen niemals für private Zwecke, sondern stets für den Ausbau einer Galerie in meiner Heimatstadt Linz an der Donau gesammelt. Dass dieses Vermächtnis vollzogen wird, wäre mein herzlichster Wunsch.“

„Nerobefehl“ missachtet

Dieser, im Bunkersystem unter der Berliner Reichskanzlei verfasste Wille steht allerdings im makabren Gegensatz zum „Nerobefehl“ vom 19. März mit den nachfolgenden Vernichtungsanordnungen, nach denen alles, was dem Feind nutzbar sein könnte, zu zerstören sei. Während des ganzen Krieges hatte sich der „Führer“ intensiv mit der Zusammenstellung dieser Sammlung beschäftigt. „Noch in den Jahren 1943/44“, so Hitler- Forscher und Buchautor Joachim C. Fest, „wurden 3000 Gemälde für Linz erworben und, ungeachtet aller finanziellen Kriegsbelastungen, 150 Millionen Reichsmark dafür aufgewendet. Als die Münchner Räumlichkeiten nicht mehr ausreichten, ließ Hitler das gesamte Gut in Schlössern wie Hohenschwangau oder Neuschwanstein sowie in Klöstern und Berghöhlen aufbewahren.

 


 

Das Foto aus dem Archiv der Salinen AG., Bad Ischl, das uns Birgit Elmer zur Verfügung stellte, zeigt die berühmte „Bauernhochzeit“ von Pieter Bruegel d. Ä. Sie ist wieder in die Gemäldegalerie des Kunsthistorischen Museums zurückgekehrt.
Die vollständige Fassung dieses Artikels finden Sie in dieser Ausgabe der "steirischen berichte". (Bestellhinweise)