| Der Toplitzsee
ist in den letzten Jahrzehnten durch Schatzsucher immer wieder in die
Schlagzeilen geraten. Hohe Prominente des Tausendjährigen Reiches
hatten das Gebiet als letztes Fluchtziel erkoren. Noch am 28. April 1945,
wenige Tage vor Kriegsschluss war von Hitler der Befehl gekommen, die
„Kernfestung Alpen“ zügig auszubauen.
Hier hat sich einer der größten Schergen der Nazidiktatur,
der Chef des SS-Sicherheitsdienstes Ernst Kaltenbrunner, aufgehalten,
seine Frau und die drei Kinder hatte er in Strobl am Wolfgangsee einquartiert.
Reichspropagandaminister Joseph Goebbels brachte schon ab 1941 seine Frau
und die vier Kinder in einer Villa am Grundlsee unter. Auch Adolf Eichmann
hat es vorgezogen, sich mit Frau und Kindern hier zu verstecken.
Der Toplitzsee liegt im Ausläufer des Toten Gebirges, er ist 1,5
km lang, 500 m breit und 103 m tief. Einer, der die gesamte Sachlage im
Laufe der Jahre als Kenner der Region verfolgt hat, ist Albrecht Syen.
Er ist einer der wenigen, der das Geschehen am Toplitzsee mit den vielen
Tauchversuchen in einem Buch niedergeschrieben hat. Noch heute betreibt
er die von seiner Mutter übernommene Seegaststätte „Fischerhütte“.
Gäste schätzen die heimischen Spezialitäten. Seiner Ansicht
nach gibt es den Schatz vom Toplitzsee. Man spricht von 50 Kisten Gold,
5 Kisten Brillanten und einer Briefmarkensammlung von Ernst Kaltenbrunner,
von 22 Kisten Gold (jüdisches Beutegut aus Ungarn), von Brillanten
des Gauleiters Eigruber, Linz und einem Tatarenschatz mit 23 Kisten Gold.
In der „Fischerhütte“ von Albrecht Syen sind historische
Fotos und Funde der verschiedenen Tauchaktionen ausgestellt. Den Toplitzsee
erreicht man am besten zu Fuß ab dem Parkplatz am Ende des Grundlsees
im Ort Gößl.
www.toplitzsee.at/fischerh.htm
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Am Toplitzsee kam es auch zur historischen
Begegnung von Erzherzog Johann und der Ausseer Postmeisterstochter Anna
Plochl, seiner späteren Gemahlin. Ein Gedenkstein am Südufer weist
darauf hin. |
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