| Er ist glücklich über diesen Ort, die
Präsentation, die Architektur, sagt Gironcolis Frau Christine bei
der Eröffnung des neuen Museums in Herberstein, das einen Teil der
exorbitanten Kunst des Meisters nun beherbergt.
Der 1936 in Villach geborene Künstler, der eigentlich Maler werden
wollte, studierte nach einer Goldschmiedelehre in Innsbruck von 1957 bis
1959 und von 1961 bis 1962 an der Akademie für angewandte Kunst in
Wien und wurde 1977 als Wotruba-Nachfolger an die Wiener Akademie der
bildenden Künste berufen.
Seine ersten Versuche begann er mit Polyester, später besann er sich
auf das Arbeiten mit Buntmetallen. Gold- und silberglänzende, oftmals
starre, dann wieder ornamental ausschweifende Apparate, die philosophischer
Natur sind. Gironcolis Suche nach einem „Tempel“ für
seine gigantischen Gebilde war lange Zeit erfolglos, bis der ehemalige
ORFIntendant Emil Breisach sich der Sache annahm und Schlossherrin Andrea
Herberstein für seine Idee, ein Museum in Herberstein zu errichten,
gewinnen konnte. Der Grazer Architekt Hermann Eisenköck war der geeignete
Partner, die Baukosten von 3 Millionen Euro teilen sich zu je einem Drittel
Bund, Land und Andrea Herberstein mit Privatsponsoren. Nach fünf
Monaten Planung und sieben Monaten Bauzeit konnte am 25. September das
Museum seiner Bestimmung übergeben werden. Hermann Eisenköck
hat die 1594 erbaute denkmalgeschützte Tenne sensibel adaptiert und
deren Charakter bewahrt. An den Altbau wurde ein Ensemble aus moderner
Glas-Stahl-Kunststoff- Konstruktion in Form eines H angefügt. 2000
m2 Fläche stehen für Präsentationsraum, Café-Bar
und Museumsshop zur Verfügung. Die Aufstellung der bis zu 10 Tonnen
schweren Originalgroßskulpturen, die zum Teil 8 m hoch sind, erfolgte
in Kooperation mit dem Landesmuseum Joanneum unter Kurator Intendant Peter
Pakesch.
LH Waltraud Klasnic erklärte mit Stolz: „Herberstein
mit seinem international renommierten Tierpark hat eine enorme Strahlkraft
für die ganze Steiermark in kultureller und touristischer Hinsicht.
Die Kulturlandkarte Steiermark ist mit den neuen Schwerpunkten in Herberstein
um eine wichtige Markierung auch für den Raum der Zukunftsregionen
reicher geworden.“
Info: Gironcoli Museum, art
herberstein, 8222 St. Johann bei Herberstein Telefon +43 31 76- 88 2 50,
office@herberstein.co.at
|

|
| Die vollständige Fassung dieses Artikels
finden Sie in dieser Ausgabe der "steirischen berichte". (Bestellhinweise)
|
|