Ausseerland: „Jahrelang drehte sich kein Kran“

Ein Wahl-Ausseer, der die Szene im steirischen Salzkammergut aufmerksam und gestreng verfolgt, ist der langjährige Finanzminister und Vizekanzler Dr. Hannes Androsch. Bei einem Gespräch auf der Veranda seines blumengeschmückten Hauses in Altaussee lässt der erfolgreiche Industrielle, der sich um die Aufwertung des Ausseerlandes bereits große Verdienste erworben hat, seinen Gedanken freien Lauf:
„Seit Jahren hat sich hier kein Kran mehr gedreht, doch jetzt – im Hinblick auf die Landesausstellung 2005 herrscht rege Bautätigkeit. Die Salinen werden sich in nächster Zeit besonders einbringen. Wir haben z. B. vier Kirchen renoviert, darunter die berühmte Spitalskirche von Bad Aussee. Wir fühlen uns verpflichtet, das kulturelle Erbe zu sichern und zu erhalten.“
Diese Aussagen fanden bei seinen Gesprächspartnern Direktor Bertram Mayer, Bergrat h. c. DDipl.- Ing. Dr. Kurt Thomanek und mir begreiflicherweise große Zustimmung. Mein Gesamteindruck eines mehrtägigen „Lokalaugenscheins“: Das Ausseerland ist im Aufbruch, die sechs Gemeinden im steirischen Salzkammergut Bad Aussee, Altaussee, Grundlsee, Bad Mitterndorf, Pichl-Kainisch und Tauplitz-Alm ziehen an einem Strang. Das Motto „Narren & Visionäre mit einer Prise Salz“ hat viele Ideen und zahlreiche Initiativen ausgelöst. Wie gut, dass es Landesausstellungen mit Termindruck und nachhaltig wirksame Projekte gibt.

 

 
Max Mayr