| Graz besitzt neben großflächigen
Parkarealen zahlreiche Innenhofgrünflächen und Vorgärten.
Letztere hat der Naturschutzbund Steiermark wiederholt ins Licht gerückt.
- Es gibt jetzt Fotodokumente von 800 straßenseitig gelegenen
Grüninseln.
- 20 Gärten im Altstadtbereich sind revitalisiert.
- Durch Ausstellungen, Schulprojekte, Exkursionen und Pressekonferenzen
gelang es, das Grünbewusstsein zu vertiefen.
- Viele Gartenbesitzer erhielten fachkundigen Rat, auch Missstände
bezüglich der Fehlnutzung von Vorgärten wurden aufgezeigt.
- Im Altstadterhaltungsfonds ist seit 2003 eine Förderung der
Rückführung von bereits versiegelten Flächen festgelegt.
- Der Naturschutzbund Steiermark hat das Buch „Ein Blick in Grazer
Vorgärten“ herausgegeben. Autoren: Andrea Kleinegger, Gertraud
Prügger, 136 Seiten, 150 Farbabbildungen, 19,90 Euro, Weishaupt
Verlag, 2003.
Die Grazer Innenhöfe, abgeschirmt von Lärm und Straßenstaub,
sind grüne Oasen, Erholungsgebiete für die Menschen und Rückzugsgebiete
für viele Tierarten. Sie dienen vielfach als Spielund Sportplätze,
bieten aber auch die Möglichkeit zum Anbau von Obst und Gemüse.
Innenhöfe bieten Natur in der Stadt und sind Orte der Kommunikation.
Pflanzen sind wertvolle Sauerstofflieferanten, Schattenspender, besitzen
Staubfilterfunktion und dienen der Luftbefeuchtung. Die Farbe Grün
wirkt beruhigend und trägt zum Wohlbefinden bei.
Immer wieder droht diesen Inseln Gefahr durch Verbauung, obwohl die im
Stadtentwicklungskonzept 2000 verankerte Pflicht zur Erstellung eines
Bebauungsplanes Einbauten und Tiefgaragen verhindern sollte.
Der Schutz von Grünraum müsste allen ein Anliegen sein, es genügt
nicht nur verbal gegen den Feinstaub zu kämpfen. Jeder Stadtbewohner
sollte sich die Frage stellen: „Was trage ich selbst zur Erhaltung
und Sicherung einer höheren Umweltqualität bei?“ Muss
ich unbedingt mit dem Auto in die City fahren, komme ich auch mit dem
Fahrrad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln ans gewünschte
Ziel?
Bei Anfragen zum Thema Grazer Vorgärten und Innenhöfe wenden
Sie sich bitte an den Naturschutzbund Steiermark, Mag. Dr. Melitta Fuchs,
Projektleiterin. Tel. (0 31 6) 32 23 77-7 post@naturschutzbundsteiermark.at
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| Die vollständige Fassung dieses Artikels
finden Sie in dieser Ausgabe der "steirischen berichte". (Bestellhinweise)
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