Carola Rabl-Schuller |
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| Im Schloss Schiltern, unweit von Langenlois, am besten über Krems erreichbar, gibt es ein Netzwerk, das sich mit Sortenerhaltung und Sortenentwicklung beschäftigt. 1990 entstand aus den Vereinen „Samenpflegevereinigung“ und „Fructus“ die „Arche Noah“. Der Verein zählt rund 6000 Mitglieder, als Obmann wirkt Peter Zipser (Bild oben). 1995 findet die „Arche Noah“ im Barockgarten von Schloss Schiltern eine optimale Heimat, der Schaugarten des Vereins ist das Tor in die Welt der Kulturpflanzenvielfalt. Etwa 17.000 Besucher- Innen zieht es jährlich nach Schiltern. Das Netzwerk der 150 ErhalterInnen leistet im Hintergrund gemeinsam mit dem „Sortenarchiv“ die dynamische Arbeit der Sortenerhaltung und -entwicklung. Begonnen hat alles mit der Sammlung „Sortenarchiv“; es birgt das Erbe für kommende Generationen. Das Sortenhandbuch ist das lebendige Ergebnis und besitzt Kultstatus. 2005 das Jahr der Beeren Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Stachelbeeren und Ribisel stehen in diesem Jahr im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Nach vier Jahren Vorbereitungsarbeit präsentiert die „Arche Noah“ das LEADER-geförderte Projekt. Alte Beeren - sorten wurden gesammelt und vermehrt, tausende Pflanzen können demnächst ausgepflanzt werden. Für die Besucher von Schiltern gibt es einen Naschmarkt mit sortenreinen Marmeladen, gefüllten Schokoladen und allerlei Säften. Drei Typen von Beerennaschgärten stehen zur Verfügung. Damit will die „Arche Noah“ die Gäste motivieren, sich einen Naschgarten zu setzen, um bei Erdbeeren schon 2006 die ersten Früchte ernten zu können. Am 1. Mai gibt es einen Biojungpflanzenmarkt, am 11. und 12. Juni wird der Naschgarten eröffnet, am 16. Juli locken Beeren und Blüten in den barocken Pavillon, am 27. August wird zum Gartenfest der Vielfalt geladen.
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