| Geramb-Dankzeichen für Gutes
Bauen |
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| Das Geramb-Dankzeichen für gutes Bauen, das kürzlich wieder für zehn besondere Leistungen verliehen wurde, ist eine Auszeichnung, die erstmals im Erzherzog-Johann-Jahr 1959 zum Tragen kam. Man hat sie im Gedenken an Univ.-Prof. Dr. Viktor Geramb benannt, der durch Jahrzehnte verdienstvoller Präsident des Vereines „Heimatschutz in der Steiermark“ war. 1981, dem Jahr der Ortsbildpflege und -gestaltung in der Steiermark (Internationales Städteforum Graz), wurde die „Geramb-Rose“ erstmals wieder verliehen. Seit 2002 trägt der Verein den Titel „Baukultur Steiermark“. Für 2004 wurden 97 Objekte eingereicht, in der Jury wirkten HR DI Karl Glawischnig, Vorsitz, DI Georg Kanhäuser, Arch. DI Georg Kreutzer, Arch. DI Georg Moosbrugger und Arch. DI Irmfried Windbichler. Volkskundemuseum, Graz Bauherr Landesmuseum Joanneum GmbH., Planung BDHF, Wien. Neben der sauberen Restaurierung der historischen Bauten wird die Ensemblewirkung aus alten und neuen Elementen zu einer harmonischen Einheit geführt. Die gläserne Verbindungsröhre im Obergeschoß – eine attraktive Spange zwischen den Trakten – ist ein Blickfang in einer modernen architektonischen Geste. Reithalle Jochum, Köflach Bauherr Franz Florian Jochum, Planung Arch. DI Udo Mössler, Graz. Die großflächige Halle wurde in die bewegte, kleinteilige Topographie hervorragend eingefügt. Es gab keine großen Geländeveränderungen, der ehemalige Hügel findet sich im gewellten Tonnendach wieder, weil der Bau eingegraben wurde. Das Bauwerk zeigt einen gekonnten Umgang mit dem Thema und weist überzeugende Details beim Einsatz der Materialien auf. Schwarzer Laubfrosch, Bad Waltersdorf Bauherr Gertrude und Franz Brugner, Planung Splitterwerk Graz. Ein traditionelles Satteldach-Haus wurde mit einem feinen Pflanzgitter aus schwarz gebeiztem Holz und Draht überzogen. Dies schafft mit wildem Wein (inzwischen gepflanzt) zu den Jahreszeiten Eindrücke vom Schwarz ins Grün, vom Gelb ins Rot und Braun. Ein Experiment wurde gewagt. Sozialzentrum Passail Bauherr Marktgemeinde Passail, Planung Arch. DI Gerhard Mitterberger, Graz. Das Objekt besticht durch die Einbindung in die sensible Randzone des Ortes. Beim zweigeschoßigen Gebäude dominiert der Baustoff Holz. Nicht nur bei den Fassaden, sondern auch im Inneren beeindrucken die hohe räumliche Qualität und die wohnliche Atmosphäre. Die Detail-Lösungen zeigen eine große Erfahrung bei der Ausstattung eines lebenswerten Gebäudes für betagte Menschen. Kindermuseum Frieda und Fred, Graz Bauherr Stadt Graz, Planung Architektur Fasch & Fuchs ZT GmbH, Wien. Der für Graz bedeutende Bau weist einen guten Bezug zur Parklandschaft des Augartens auf. Die Innenräume vermitteln den Eindruck einer Abenteuerwerkstatt. Die Stadt Graz mit Museums-Initiatorin Stadträtin Tatjana Kaltenbeck hat quasi eine „Spielmaschine“ für Kinder geschaffen, die sich in der Praxis außerordentlich bewährt. Einfamilienhaus, Kumberg Planung „ko a la“, Graz. Das Haus ist unauffällig in die Landschaft integriert, bewahrt jedoch seine Eigenständigkeit. Es fügt sich in seiner Einfachheit und Farbgebung harmonisch in das traditionelle Dorf ein. Durch die großzügigen Fensterflächen wird die Natur im Haus erlebbar. Stift Admont, Revitalisierung Bauherr Benediktinerstift Admont, Planung Univ.-Prof. DI Dr. Manfred Wehdorn, Wien. Hier wurde eine nachhaltige Investition getätigt. Sowohl das Stiftsgebäude mit diversen Neugestaltungen als auch die großzügig geformten Freiflächen erstrahlen in neuem Glanz – ein beispielhaftes Gesamtwerk mit einer idealen Kombination von Alt und Neu. Druckgusswerk Fink, Kaindorf an der Sulm Bauherr Karl Fink GmbH., Planung Arch. DI Max Stoisser, Leibnitz. Mit üblichen Baukosten wurde ein vorbildlicher Beitrag zum Industriebau geleistet. Das Werk ist klar, die Stahlhalle mit herkömmlichen Materialien gestaltet, das Raumangebot fügt sich trotz großer Baumasse in das Landschaftsbild. Gliederung, Konstruktion und Farbkonzept werden zur Architektur. Wohnhaus Schlick, Pößnitz Bauherr Christoph Schlick, Planung Arch. Univ.-Prof. DI Volker Giencke, Graz. Beispielhafter, unkonventioneller Umbau eines ehemaligen Presshauses. Die Wohnqualität ist sowohl im Innenraum als auch in der Außengestaltung spürbar, elegant anmutende Glasflächen erlauben eine optimale Durchlichtung. Tiefgarage Kastner & Öhler, Graz Bauherr Kastner & Öhler, WAG, Planung Architekturbüro Szyszkowitz-Kowalski, Graz. Die großzügige Tiefgarage zeigt den ersten Versuch, einer problematischen Stadtentwicklung zugunsten von Gigazentren auf der grünen Wiese entgegenzusteuern. Die gelungene Durchbildung des Bauwerkes mit der Übersichtlichkeit des Raumes, den eleganten Stützen, der Farbgestaltung und dem Lichtkonzept vermittelt im Gegensatz zu herkömmlichen Tiefgaragen keine negativen Gefühle. Bei K & Ö sind es einladende Eingangsbereiche.
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Sozialzentrum Passail
Kindermuseum Frieda und Fred, Graz
Stift Admont, Revitalisierung
Tiefgarage Kastner & Öhler, Graz |
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