Ernst Lassnik
Weststeirische Künstlerkolonie setzt viele Impulse
Hermann Masser – Maler & Literat

 

Seit jener Zeit, als Friedrich Aduatz und Gottfried Fabian nach Voitsberg kamen – und in weiterer Folge von ihnen viele Anregungen und Impulse ausgingen –, spricht man von der nördlichen Weststeiermark als „Künstlerkolonie“. Der mittleren Generation von Vertretern dieses „Schmelztiegels moderner Kunst“ ist der 1956 in Pichling bei Köflach geborene Hermann Masser zuzuordnen. Er besuchte die Kunstgewerbeschule in Graz (Grafik bei Adolf Osterider, Bildhauerei bei Josef Pillhofer), studierte gleichzeitig Orgel und Klavier und ist als Grafiker, Lithograf und Werbeassistent sowie Leiter einer Werbeabteilung tätig.

Diese Aufzählung verweist bereits auf ein Charakteristikum von Hermann Masser, auf seine künstlerische Vielfalt. Wir kennen von ihm spontane, auf das Wichtige reduzierte Grafiken, von Rhythmus und symbolischer Farbigkeit geprägte Bilder und aussagestarke, zum Nachdenken anregende Objekte. Thematisch beschäftigt sich Hermann Masser mit Naturlandschaften und Innenwelten ebenso wie mit dem menschlichen Körper oder religiösen Fragen. Richard Rubinig meinte zur Malerei von Hermann Masser: „Masser sucht neue Perspektiven in der Landschaft. Er strebt nach Verfremdung, aber akzentuiert die geheimen Kräfte der Natur und macht sie sichtbar. Seine Arbeiten sind ,Erinnerung an Erinnerungen‘.“ Wir kennen Hermann Masser aber auch als einfühlsamen, für verschiedene Verlage arbeitenden Gestalter von Büchern. Eine weitere, besondere Stärke des Künstlers ist sein literarisches Schaffen. Er ist in den letzten Jahren nicht nur als Lyriker, sondern auch als Prosaist an die Öffentlichkeit getreten. Bisher gibt es vier Bücher in den Verlagen Styria und Leykam, eine „ländliche Sonate“ mit dem Titel „Dunkel“ soll 2005 erscheinen.

„Kopf IV“, Akryll, 50 x 70 cm, 2004

Die vollständige Fassung dieses Artikels finden Sie in dieser Ausgabe der "steirischen berichte". (Bestellhinweise)