Heribert Schwarzbauer: steirische bildnisse
Gert Maria Hofmann

 

Hierzulande begegnet man dem Grazer Maler Gert Maria Hofmann oft in den Kulturberichten, aber auch in den Gesellschaftsspalten der Zeitungen. Letzteres hat einen durchaus ehrenwerten Grund. Hofmann ist nämlich seit einem Vierteljahrhundert Vorsitzender der „Steirischen Diabeteshilfe für Kinder und Jugendliche“ und veranstaltet zweimal jährlich Benefizgesellschaftsabende, bei denen hochwertige Spenden aus Geschäftskreisen verlost und namhafte Erlöse erzielt werden.
Obwohl Gert Maria Hofmann in Wien geboren wurde und seine jüngeren Jahre viel im Ausland, vor allem in Skandinavien verbrachte, ist er im Grund immer ein Grazer gewesen und geblieben, zumal auch seine künstlerische Entwicklung hier begann. Sein Vater Otto Hofmann führte nach dem Krieg die bekannte Firma „Wiener Mode“, deren kreative Seele die leider früh verstorbene Mutter Erika war. Da sein 1942 geborener Bruder Günter die Kunstgewerbeschule und später die Kunstakademie besuchte, kamen auch von dorther mancherlei Anregungen. Starke Künstlerpersönlichkeiten wie die Maler Hans Fronius, Peter Richard Oberhuber und Rudolf Pointner blieben für Hofmanns Selbstfindung gleichfalls nicht ohne Einfluss. Die allerwichtigsten Impulse kamen jedoch von „Fernlehrern“ wie Marc Chagall und Wassilij Kandinsky. Somit darf man Hofmann als jenen idealen Autodidakten bezeichnen, der von keinem Meister eingeengt wurde und sich daher ganz frei, aber immer verantwortungsbewusst so entfalten konnte, wie es seinem Wesen entsprach. Da er sich nie als Naturmaler empfand, arbeitet er grundsätzlich nur im Atelier, wobei er neben Öl und Tempera hauptsächlich subjektive Mischtechniken bevorzugt. Von Mahler- oder Strauß-Musik angeregt, malt Hofmann eigentlich lauter Stimmungsbilder, denen Natureindrücke, Bildungserlebnisse oder ganz einfach Phantasmagorien von Formen und Farben zugrunde liegen.

Physis

Die vollständige Fassung dieses Artikels finden Sie in dieser Ausgabe der "steirischen berichte". (Bestellhinweise)