Markus Simmersatter
50 Jahre Akademikerbund Steiermark
Wegweiser in einer Schwellenzeit

 

Die Landesgruppe Steiermark des Akademikerbundes feierte 2004 ihr goldenes Bestandsjubiläum. Seit ihrer Gründung 1954 haben immer wieder herausragende Persönlichkeiten den Steirischen Akademikerbund geprägt und in prophetischer Weise Perspektiven aufgegriffen, die oft erst nach Jahren und Jahrzehnten spruchreif geworden sind. Beachten Sie bitte die Liste „Vorgaben für ein halbes Jahrhundert“ aus der exzellenten Dokumentation, die Univ.-Dozent Dr. Karlpeter Elis unter dem Titel „50 Jahre Akademikerbund“ erarbeitet hat. Der Beginn des Österreichischen und des Steirischen Akademikerbundes fällt in eine Zeit, als Österreich noch in vier Besatzungszonen geteilt war und in der Steiermark britische Soldaten patrouillierten. Es war das Österreich eines Julius Raab und eines Leopold Figl, die als Bundeskanzler bzw. Außenminister die Geschicke des Landes lenkten. Europa war in zwei Blöcke geteilt, es tobte der kalte Krieg.
Schon vor der Gründung des Österreichischen Akademikerbundes (1953) existierte in der Steiermark eine florierende Akademikerorganisation der ÖVP. Die Landesorganisation wurde von Univ.-Prof. Dr. Hanns Koren, die Stadtgruppe Graz von Oberstaatsanwalt Dr. Hans Amschl geleitet. Ihnen zur Seite stand Primarius DDr. Gerd Stepantschitz als Sekretär.
Dr. Reinhard Kamitz hat bei der Gründungsversammlung des Österreichischen Akademikerbundes am 29. Mai 1953 Ziele der neuen Organisation vorgestellt und im Hinblick auf das Besatzungsregime klare Worte gesprochen: „Wir wollen allen Akademikern, gleich welcher fachlichen Richtung, jenes Klima schaffen, das sie aus dem kollektivistischen Getriebe herauslöst und ihnen erst den freizügigen und selbstständigen Wirkungskreis bietet, den sie brauchen.“

 

Die vollständige Fassung dieses Artikels finden Sie in dieser Ausgabe der "steirischen berichte". (Bestellhinweise)