| Max Mayr Attraktion im Herzen von Graz |
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| Es war einmal. Ende des 19. Jahrhunderts kam der Grazer Geschäftsmann Gottfried Simon Maurer von einer Reise zurück, bei der er Glockenspiele in Deutschland, Belgien und den Niederlanden kennen gelernt hatte. Begeistert von ihrer optischen und akustischen Wirkung, setzte er seinen Herzenswunsch, ein Glockenspiel in seinem Haus auf dem ehemaligen Fliegenplatz zu errichten, mit voller Tatkraft um. Das Spiel- und Uhrwerk kam aus Hannover, die Glocken lieferte eine Firma aus Wiener Neustadt. Schon zu Weihnachten 1905 zeigte sich das Trachtenpärchen, von volkstümlicher Musik begleitet, erstmals in den Bogenfenstern, der Hahn über der Uhr schlug seine Flügel. Ein Märchen wurde wahr. Das Uhrwerk befindet sich im untersten Teil des Turmes, hier werden die Viertelstunden- und Stundenschläge ausgelöst. Dreimal am Tag setzt ein kleiner Hebel über zwei Gewichte von je 200 kg die Spieltrommel in Bewegung. Sie wiegt 800 kg und ist mit 22.500 Löchern versehen. Maximal 800 Stahlstifte stehen zur Verfügung, um die Melodien zu setzen. Diese Stifte lösen bei Drehung der Walze auch die Hämmer der Glocken aus. Im Ersten Weltkrieg wurden die 24 Glocken durch Bezahlung eines Lösegeldes von 50.000 Kronen gerettet, 1943 hat man sie eingeschmolzen – Kriegsmunition statt heimatlicher Klänge. Rund 13 Jahre war das beliebte Spiel zum Schweigen verurteilt. Grassmayr in Innsbruck schuf die neuen Glocken, die kleinste wiegt 5,5 kg, die größte 173 kg. Seit dem 2. September 1956 begeistert das Glockenspiel wiederum täglich um 11 Uhr, 15 Uhr und 18 Uhr mit drei Melodien Gäste und Einheimische. Unter dem Motto „100 Jahre im Verborgenen sind genug“ haben am Beginn des 21. Jahrhunderts die Herren Baumeister Ing. Rudolf Leitner, Dr. Wilhelm Kubin und Mag. Walter Messner mit ihrer Privatinitiative ein neues Märchen wahr gemacht. Das Glockenspielhaus wurde vom Keller bis zum Dachboden revitalisiert und so zu einem einladenden Kulturzentrum der Grazer Altstadt, die wegen ihres architektonischen Reichtums seit 1999 den Rang „Weltkulturerbe der UNESCO“ besitzt. Die Eröffnung der nun zugänglichen Räume erfolgte am 6. Oktober 2004. Besucher können das Werk aus der Nähe betrachten, Fotografen und Filmer die ganze Schönheit festhalten. Graz ist um ein bedeutsames Stück reicher, schöner und interessanter geworden. |
Das Glockenspiel, ein Haus für Seminare, Firmenfeiern, Konzerte, Vernissagen, Kleinkunst, Kabarett, private Anlässe. Kontakt:
Mag. Alexandra Pichler- Jessenko, Biederman & Jessenko GmbH., Tel.:
32 27 42, Fax: DW 4, |
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