| Wir gratulieren! |
||
| LH-Stellvertreter a. D. |
Bundeskanzler Als Landeshauptmann der Steiermark hat Josef Krainer das Erscheinungsbild
des Landes wie kaum ein zweiter geprägt. Mit seiner politischen Weitsicht
und Beharrlichkeit hat er zum Identitätsbewusstsein der Steiermark
entscheidend beigetragen. Besonders die ihm eigene menschliche Größe
zeichnet ihn aus. Stets für die Anliegen der Steirerinnen und Steirer
da, verdient Josef Krainer mit Sicherheit den Ehrentitel „Landesvater“. |
Den Kosenamen „Joschi“ bekam Josef Krainer von einem Mittelschulkollegen, die Familienmitglieder nennen ihn „Pep“, die amerikanischen Freunde begrüßen ihn mit „Joe“. |
Landeshauptmann Die großartige Entwicklung der „neuen Steiermark“ seit 1945 ist untrennbar mit dem Namen Krainer verbunden. Josef Krainer I. (LR und LH 1945–1971) und Josef Krainer II. (LR und LH 1971–1996) haben seit Kriegsende 50 Jahre hindurch unser Land entscheidend gestaltet und in allen Bereichen Fundamente gelegt, auf denen wir aufund weiterbauen können. Dazu nach besten Kräften, aus ganzem Herzen und mit vollem Einsatz beizutragen sehe ich als meinen Auftrag, besonders als ich am 23. Jänner 1996 in der direkten Nachfolge von Josef Krainer II. die Verantwortung als Landeshauptmann – die schönste und wohl auch forderndste Aufgabe unseres Landes – übernehmen durfte. Persönlich habe ich Josef Krainer ungemein viel zu verdanken – er hat mir viele Chancen ge - geben, vieles zuge- und anvertraut, mich gefordert und gefördert. Es ist ein gutes Gefühl, ihn auch in den letzten zehn Jahren immer wieder an der Seite zu haben – mit einem guten Wort zur richtigen Zeit. So möchte ich ein großes Danke und einen herzlichen Glückwunsch aussprechen. |
Diözesanbischof Vor mehr als 50 Jahren habe ich als Student der Rechtswissenschaften
an der Feier der Promotion von Josef Krainer zum „Doctor iuris“
teilgenommen und konnte ihm seither in allen Phasen seines und meines
beruflichen Wirkens und Lebens immer wieder begegnen. Daraus ist eine
freundschaftliche Verbindung geworden, aus der mir als Mensch und Christ
viel guter Rat und andere Stärkung zugekommen sind. Der steirische
Alt-Landeshauptmann vereint in seiner Persönlichkeit ein Spektrum
von Begabung, das in solcher Breite und hoher Qualität im Horizont
des politischen Lebens nur selten anzutreffen ist. Er hat nicht nur für
die Steiermark und für Österreich im Ganzen ungemein viel geleistet,
sondern dabei im Blick über jeweilige Grenzen hinaus auch Europapolitik
gemacht, die sehr fruchtbar geworden ist und weiterhin Früchte bringen
wird. Zu seinem 75. Geburtstag bringe ich als Bischof auch namens der
Diözese Graz-Seckau dankbare Segenswünsche zum Ausdruck. |
|
LH-Stellvertreter a. D. Univ.-Prof. Josef Krainer hat als Landeshauptmann der Steiermark von 1980 bis 1995 unsere Heimat durch eine Zeit einschneidender Veränderungen in Staat, Gesellschaft und Wirtschaft geführt. Das sichere Navigieren im magischen Zielvieleck der Politik war seine Stärke. Die Herkunft, seine große Bildung und der starke Wille begründeten das Fundament. In unseren gemeinsamen Jahren im Dienste der Steiermark haben wir hart miteinander gerungen, aber persönlich nie die Grenzen der Zumutbarkeit über - schritten. Außerdem waren wir uns als Söhne unserer Väter in Grundsatzfragen der „res publica“ viel näher, als Außenstehende hätten vermuten können. Unsere Gespräche über Wissenschaft, Geschichte, Kultur, aber auch internationale Fragen, waren mir stets Bereicherung und Einsicht in eine Persönlichkeit von Breite und Tiefe. Als politischer Widerpart hat mir Josef Krainer nach 1995 tatsächlich gefehlt. Ein starker Gegner ist oftmals wichtiger als ein Begleiter. In Verbundenheit mit besten Wünschen, „ad multos annos“! |
Bundesrat Einer der bedeutendsten Politiker der Zweiten Republik, umfassend gebildeter homo politicus, intellektueller Vollblut-Politiker, der für die und nicht von der Politik lebt – all diese und viele andere oft verwendete Charakterisierungen sind richtig und treffend. Obwohl er auf dem Wiener und internationalen Parkett beste Figur machte, sah Josef Krainer sein politisches Gravitationsfeld in der Heimat. Daher schlug er sowohl Ministerämter, den VPBundesparteiobmann und die Bundespräsidenten-Kandidatur (statt Klestil) aus. Sein Wort hatte aber stets großes bundespolitisches Gewicht, die ARGE Alpen-Adria, die das annus mirabilis 1989 und das zusammenwachsende Europa antizipierte, war sein Kind. Persönlich hatte ich das Privileg, zwei Jahrzehnte Mitarbeiter von Josef Krainer zu sein. So wie viele andere habe ich viel zu danken, habe unendlich viel von ihm und seiner vorbildhaften Haltung gelernt. Der geschichtsbewusst und zukunftsorientiert denkende und handelnde Josef Krainer war Jahrzehnte für unseren innerösterreichischen Raum prägend. Er war es auch für mich! |
|
Die vollständige Fassung dieses Artikels finden Sie in dieser Ausgabe der "steirischen berichte". (Bestellhinweise) |
||