Waltraud Klasnic
Wir setzen auf gute Nachbarschaft

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit hat in der Steiermark eine lange Tradition. Bereits seit mehr als 25 Jahren ist unser Bundesland mit Partnern jenseits der Grenzen in der ARGE Alpen-Adria verbunden.

Als Landeshauptmann habe ich die Idee der Weiterentwicklung dieser Bestrebungen in einem definierten geografischen Raum – der „EU-Zukunftsregion Adria – Alpe – Pannonia“ mit Unterstützung der Industriellenvereinigung und der Wirtschaftskammer aufgegriffen. In zahlreichen persönlichen Gesprächen mit den politisch Verantwortlichen der „alten Nachbarn und neuen Partner“ habe ich den Weg für die Unterzeichnung der Absichtserklärung über die Zusammenarbeit an der Initiative „EU-Zukunfts region“ vorbereitet. Diese fand am 26. April 2002 in Graz im Beisein des damaligen EU-Kommissars für die Europäische Regionalpolitik und späteren französischen Außenministers Michel Barnier statt.
Innerhalb der Zukunftsregion haben 17 Millionen Menschen ihre Heimat. Sie alle verbinden Interessen in den unterschiedlichsten Bereichen, die es gilt gemeinsam zu verfolgen. In der seit 1. Mai 2004 erweiterten Europäischen Union finden sich nunmehr nahezu alle Partner der EUZukunftsregion wieder. Diese neue europapolitische Situation sehe ich als Chance, gleichzeitig aber auch als Auftrag, neue Impulse innerhalb der „EU- Zukunftsregion“ zu setzen.
Wir sind auf einem guten Weg. Das Projekt „MATRIOSCA-AAP“ (ihm ist ein eigener Artikel in dieser Ausgabe der „steirischen berichte“ gewidmet) ist das erste EU-Projekt, das gemeinsam von allen Partnern der Zukunftsregion getragen wird. Die Vorreiterrolle der Steiermark zeigt sich darin, dass unser Bundesland als Lead Partner das Projekt-, Finanz- und Informationsmanagement sowie die Gesamtkoordination übernommen hat. Es wird aber auch deutlich, dass es in einer Gemeinschaft immer auch einen „Motor“ geben muss – diese Rolle nimmt innerhalb der „EU-Zukunftsregion Adria – Alpe – Pannonia“ ohne Zweifel die Steiermark ein.
In diesem Sinne leben wir in einem Miteinander im eigenen Land, aber auch im Miteinander mit unseren Nachbarn und mit jenen, die uns historisch verbunden sind.