Nikola Tesla – Ausstellung in der TU und Jubiläumsband
Der eigentliche Nobelpreisträger |
|
| Zwei Österreicher sind Anfang des vorigen Jahrhunderts um den Nobelpreis betrogen worden.
Den Dichter, Schriftsteller und „Heimgarten“-Journalisten Peter Rosegger hatten tschechische Nationalisten wegen seines Eintretens für deutsche Schulen mit bösen Interventionen in Stockholm und weltweit verleumdet. So erhielt 1913 der Inder Rabindranath Tagore die begehrte Auszeichnung. Den Nobelpreis für Physik bekam1909 Guglielmo Marconi. In einem Patentstreit entschied der Oberste Gerichtshof der USA jedoch, dass diese Entwicklung durch Nikola Tesla eingeleitet wurde. Er ist der eigentliche Nobelpreisträger.
Umso anerkennenswerter ist es, dass die TU Graz mit Rektor Hans Sünkel und das Landesmuseum Joanneum mit Intendant Peter Pakesch und Direktor HR Dr. Wolfgang Muchitsch den genialen Erfinder bahnbrechender technischer Entwicklungen zu seinem 150. Geburtstag durch eine fundierte Ausstellung in der Hochspannungshalle in der Inffeldgasse und einen Dokumentationsband geehrt haben.
Wie Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Josef W. Wohinz bei der Führung durch die Schau erklärte, hat Nikola Tesla das Wechselstromprinzip entwickelt, das dem von Edison geschaffenen Gleichstromprinzip weit überlegen ist. Wichtige Stationen seines Wirkens waren Paris und New York. Dort demonstrierte er 1898 die drahtlose Steuerung eines Schiffes, in Colorado baute er eine Radiostation, mit der er 1899 drahtlose Telegrafie über Entfernungen von mehr als 1000 Kilometern durchführte.
Die Kraftquelle des in Kroatien geborenen, introvertierten Erfinders war die Poesie. Er hat Gesellschaften gemieden und lebte streng zurückgezogen. Verständlich, dass ihn im Kampf um Anerkennung geschäftstüchtige Kollegen überflügelten.
Die Technik in Graz steht in dreifacher Weise in Beziehung zu Nikola Tesla.
- In den Jahren 1875 bis 1878 war er Student der Technischen Hochschule, die damals noch im Joanneum, Raubergasse 10, untergebracht war.
- 1937 wurde Nikola Tesla von der seinerzeitigen Technischen und Montanistischen Hochschule Graz-Leoben das Doktorat der Technischen Wissenschaften ehrenhalber verliehen.
- Ab 2006 wird mit einer Gedenktafel im Joanneum auf Nikola Tesla hingewiesen, die Versuchshalle am Institut für Hochspannungstechnik und Systemmanagement der TU Graz trägt den Namen „Nikola Tesla Laboratorium“.
|
 |
| Die
vollständige Fassung dieses Artikels finden Sie in dieser Ausgabe der "steirischen
berichte". (Bestellhinweise)
|